[Buchbesprechung] Radieschen von unten – Kim Fupz Aakeson

Titel: Radieschen von unten

Autor: Kim Fupz Aakeson

Illustratorin: Kamila Slocinska

Verlag: Mixtvision Verlag

Erscheinungsjahr: 2012

 

Klappentext:
Der Bestatter hat keine Frau, keine Hobbys, keine Haustiere. Sein Alltag besteht aus Haferflocken, Fernsehen und Leichen. Doch etwas ist besonders im Leben des Bestatters: Er kann mit den Toten sprechen. Bevor er den Sargdeckel schließt, fragt ihn eine junge Frau nach seinen Träumen, nach den tausend Dingen, die er gerne noch erleben möchte. Von da an kommt Farbe in das Leben des Bestatters! Denn um das Paradies zu finden, muss man nicht tot sein. Das Paradies ist hier und jetzt.

Meine Meinung:
Das Buch besteht aus großflächigen Zeichnungen und kurzen einfachen Sätzen, die es aber in sich haben. Das Cover spiegelt eigentlich sehr schön die ganze Geschichte wieder. Der graue Bestatter sitzt auf einem grauen Sessel und schaut einen grauen Sarg an. So ist seine ganze Welt: grau. Dem gegenüber steht das Leben, welches in grünen Farben und einem Blumenmeer dargestellt ist.

Wir haben hier ein Buch, welches dem Leser deutlich vor Augen führt, dass es im Leben um mehr geht, als den Alltagstrott. Der Bestatter ist oberflächlich gesehen zufrieden mit seinem Leben, in dem es nur sein karges Essen, den Fernseher und seine Toten gibt. Erst als eine junge Frau auf seinem Tisch liegt, die nicht mit ihrem Leben abgeschlossen hat und kurze Zeit später eine ältere Frau, die noch 1000 Dinge erleben wollte, wacht der Bestatter aus Lethargie auf.

Man selber fängt fast zeitgleich mit dem Bestatter an darüber nachzudenken, was man sich vom Leben eigentlich wünscht. Was würde ich bedauern nicht getan zu haben, würde ich zu diesem Zeitpunkt auf dem Tisch des Bestatters liegen? Da gibt es so einiges… Das Buch zeigt einem, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern ganz sanft, dass es noch mehr gibt als den Alltag, den jeder von uns lebt.

Obwohl in diesem Buch der Tod nichts Erschreckendes ist, sondern mit den Toten sehr würdevoll umgegangen wird würde ich das Buch jüngeren Kindern nicht empfehlen. Ich denke, dass sie den Sinn hinter der sehr eindrucksvollen Geschichte gar nicht erfassen können. Meiner Ansicht nach spricht dieses Buch eher jugendliche Leser ab ca. 14 Jahren und Erwachsene an.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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