[Wanderbuch-Buchbesprechung] Vergiss den Sommer nicht – Morgan Matson

Ich freue mich sehr, dass ich bei dem von „Die Lesetante“ gestarteten Wanderbuch teilnehmen durfte. Es hat unheimlich Spaß gemacht in dem Buch herum zu schreiben. Ich werde das definitiv jetzt öfter machen, da ich das Gefühl habe, viel intensiver gelesen zu haben. Heute macht sich das Buch weiter auf den Weg zu Melanie von „Am Lesestrand„.

Matson_vergiss_den_sommer_nichtTitel: Vergiss den Sommer nicht

Autorin: Morgan Matson

Verlag: cbj

Erscheinungsjahr: 2013

Seiten: 480

 

Klappentext:
Immer wenn es brenzlig wird, hat Taylor genau eine Lösung: Sie rennt weg. Doch jetzt ist es die Zeit, die ihr davonläuft. Ihr Vater hat nur noch wenige Wochen zu leben und einen Wunsch: Diesen letzten gemeinsamen Sommer soll die Familie in Lake Phoenix verbringen – so wie früher. Taylor liebt den funkelnden See mit seinen duftenden Wäldern, den Abenden am Strand … doch vor 5 Jahren, hat sie dort nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch ihre erste Liebe enttäuscht. Nun versucht Taylor, all das wiedergutzumachen – und diesen Sommer festzuhalten, die letzten Tage mit ihrem Dad, die unwiederbringlich schwinden …

Meine Meinung:
Dieses Buch enthält sehr viele Weisheiten und durch das Anstreichen derselben habe ich mir das eine oder andere notiert, da ich es einfach wunderschön, inspirierend oder auch zum Nachdenken finde.

Zitat S. 71:
„die Erkenntnis, dass etwas, bloß weil man es hinter sich lässt, nicht verschwindet.“

Warum gebe ich dem Buch „nur“ 3 Federn? An diesen 3 Federn ist die Protagonistin, Taylor Schuld. Mein Problem mit der Geschichte war, dass Taylor erst sehr spät eine Entwicklung durchmacht, die sie durchaus ein ganzes Stück früher hätte durchmachen dürfen. Ich fand, dass sie sich für alles, was sie eigentlich an Erkenntnissen in diesem wunderbaren Buch gewonnen hat, viel früher hätte weiterentwickeln müssen.

Was mir daneben nicht gefallen hat war die Auflösung des „Rätsels“. Die Autorin wirft dem Leser immer wieder Happen hin und dies ging so lange, dass ich irgendwann schon dachte „nun ist es mir auch bald egal, was da eigentlich passiert ist“, einfach weil mir dieses künstliche in die Länge ziehen auf die Nerven ging. Als das Rätsel dann gelöst wurde, da empfand ich dieses als völlig unspektakulär.

Gut gefallen hat mir die Geschichte insgesamt. Die Autorin geht sehr einfühlsam mit der Krankheit von Taylors Vater um und sie schafft es, die Figuren im richtigen Maß leiden, aber auch schöne Momente erleben zu lassen. Hier haben wir wirklich eine gelungene Mischung erhalten, die mich mal fröhlich und mal traurig gestimmt hat und auf vielen Seiten tief berührt hat.

Taylors Geschwister fand ich Klasse gezeichnet, auch wenn mir ihre kleine Schwester die meiste Zeit auf die Nerven ging. Ihren Bruder hingegen fand ich ganz großartig. Warren ist echt der Knaller schlechthin. Es machte Spaß, mehr über ihn zu erfahren und ihn ein Stück auf seinem Lebensweg zu begleiten.

Alles in allem ein wirklich gelungenes Jugendbuch, bei dem ich mir eine etwas spektakulärere Auflösung oder aber ein etwas weniger in die Länge gezogenes dahin gewünscht hätte und bei dem die Protagonistin sich deutlich mehr hätte weiterentwickeln dürfen. 3 Federn und eine Leseempfehlung.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2014, Rezension
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