[Hörbuch-Buchbesprechung] Die Prophezeiung der Schwestern – Michelle Zink

Titel: Die Prophezeiung der Schwestern

Autorin: Michelle Zink

Sprecherin:Tanja Geke

Verlag: cbj audio

Erscheinungsjahr: 2009

 

Klappentext:
Nach dem mysteriösen Tod des Vaters ereignet sich im Leben der siebzehnjährigen Zwillingsschwestern Lia und Alice Unerklärliches. Ein merkwürdiges Zeichen erscheint an Lias Handgelenk, zugleich entfernen sich die Schwestern mehr und mehr voneinander. Und dann taucht auf einmal ein altes Buch auf, in dem die Rede von Schwestern ist, von einer Schlacht – und von Samael, der Verwüstung und Zerstörung über die Menschen bringen will….

Meine Meinung:
Ich bin total zwiegespalten. Irgendwas hatte die Geschichte, so dass ich dran geblieben bin und wissen wollte wie diese ausgeht. Sie war insgesamt spannend und wurde durch die Autorin stetig vorangetrieben.
Aber irgendwie haben mich viele Kleinigkeiten gestört. Da ist zunächst einmal die Beziehung zwischen Lia und James. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts, trotzdem küssen sich die beiden in aller Öffentlichkeit, obwohl sie nicht verheiratet sind. Nicht sehr glaubwürdig, dass dies damals so passiert wäre.
Sie ganze Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Lias Sicht erzählt. Über Lia erfährt man somit einiges. Die anderen Figuren blieben dagegen für mich relativ ungreifbar.
Weiter geht es damit, dass Lia das Zeichen erst nach dem Tod des Vaters erhält. Der Vater ist aber seit Jahren auf der Suche nach den Kindern, die auch dieses Mal tragen, und es laut Buch bereits mit der Geburt erhalten haben. Warum also erhalten alle Kinder das Mal mit der Geburt, nur Lia nicht?
Ausbaufähig wäre, meiner Ansicht nach auch die Grundidee, der vertauschten Aufgaben der Schwestern. Lia wäre eigentlich die Gute, die Wächterin gewesen und Alice die Böse, das Tor, durch das Samael in die Welt gelangen kann. Durch einen Umstand bei der Geburt ist nun Lia das Tor, versucht aber mit aller Macht dieses geschlossen zu halten, da sie das Gute auch weiterhin in sich trägt. Alice, die Wächterin, kann mit dieser Aufgabe gar nichts anfangen, da sie das Böse in sich trägt und Samael in diese Welt helfen möchte. Hier wäre noch viel Potential gewesen, um die Gefühlswelten der Schwestern, die innere Zerrissenheit darzustellen. Da es sich um eine Trilogie handelt könnte dies allerdings noch kommen.

Es handelt sich hier um ein Hörbuch mit einer Sprecherin, die ihre Sache großartig macht. Sie haucht mit ihrer Stimme den einzelnen Figuren Leben ein, soweit dies möglich ist. Gestört haben mich die „Nebengeräusche“. Wie man es aus Hörspielen kennt wurden zum Teil Geräusche eingeblendet, wie z. B. ein Regenschauer. Da aber nicht immer Geräusche kamen, wenn es gepasst hätte, wirkte dieses eher zufällig und dadurch störend.

Insgesamt handelt es sich um ein solides Buch, welches durchaus fesseln kann, aber an der einen oder anderen Stelle noch ausbaufähig gewesen wäre.

Gepostet in 3 Federn, Gehört 2012, Rezension
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