[Lesung] Eoin Colfer in Hamburg

Cap_San_Diego_1Im Rahmen des Harbour Front Festivals war auch der Autor Eoin Colfer in Hamburg dabei. Gelesen wurden die deutschen Passagen von Rainer Strecker. Da Thomas ein großer Fan der Bücher von Eoin Colfer, allen voran Artemis Fowl ist, habe ich zwei Karten besorgt und sie ihm zum Geburtstag geschenkt.

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Cap San Diego – Museumsschiff in Hamburg

Am 16.09.2014 war es soweit. Gegen Viertel nach drei machten wir uns auf den Weg nach Hamburg. Wir hatten richtig Glück und fanden gleich neben der Cap San Diego, wo die Lesung stattfinden sollte, ein Parkhaus. Nachdem wir also das Auto gut abgestellt hatten machten wir uns auf den kurzen Fußweg und kamen gegen Viertel vor fünf am Schiff an. Da der Einlass erst für 17.00 Uhr vorgesehen war konnten wir noch ein bisschen das Treiben im Hamburger Hafen anschauen.

Obwohl Autor und Sprecher etwas Verspätung hatten, ließ man uns um kurz nach fünf in den Schiffsrumpf. Wir fanden Plätze in der zweiten Reihe auf einer schnuckeligen Holzbank. Nachdem ich mir noch das Hörbuch zu „Warp – Der Quantenzauberer“ gekauft hatten hieß es noch ein bisschen warten. Das Buch hatten wir übrigens schon auf der Buchmesse in Leipzig gekauft und hatten es natürlich zum signieren mit.

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Eoin Colfer

Nachdem Eoin Colfer, Rainer Strecker und die Jornalistin Shelly Kupferberg, die die Moderation übernahm, eingetroffen waren ging es auch bald los. Der Autor entpuppte sich als außerordentlich sympathischer Mensch und Shelly Kupferberg machte ihre Sache super. Es machte total Spaß den Fragen und Antworten zuzuhören. Man konnte ihn (sein Englisch) gut verstehen. Für die anderen übersetzte Shelly Kupferberg die Antworten aber auch immer kurz. Eoin Colfer las dann eine Passage aus „Warp“ auf Englisch. Ich muss gestehen, dass ich da etwas Mühe hatte ihm zu folgen, da ich nicht alles verstand.

Nachdem Eoin seinen Part beendet hatte ging es mit einer deutschen Passage, gelesen von Rainer Strecker weiter. Er hatte kaum angefangen, als Thomas zu mir sagte: „Ich geh mal an die frische Luft.“ Ich fragte, ob es ihm gut geht und ich ihn begleiten solle. Es ging ihm nicht gut, aber er meinte, dass er nur kurz raus an die Luft muss. Tja… und dann wurde die Lesung unfreiwillig zu einer Abenteuerlesung, denn am Ende der Reihe angelangt sah ich ihn taumeln. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwas gerufen habe wie: „Er kippt um,“ und aufgesprungen bin. Es war der Kreislauf, durch die schlechte Luft und vielleicht am Tag etwas zu wenig gegessen. Puh… Okay…. unfreiwillig dann mal die Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Nachdem wir ihm die Füsse hochgelegt hatten, er ein Glas Wasser bekam und Rainer Strecker irgendwelche Schmerzpunkte am Arm drückte (nochmal an dieser Stelle vielen Dank dafür und auch an die Verlagsmitarbeiterin, die gleich ein Glas Wasser besorgte) kam der Kreislauf dann recht schnell wieder hoch. Ich hatte zwischendurch die Rucksäcke geholt, da ich dachte, dass die Lesung für uns zu Ende ist und wir nach Hause müssen. Ich wollte vermeiden, dass die Lesung wieder losgeht und ich nochmal durch die Reihe muss um die Rucksäcke zu holen und dann wieder störe. Aber, nachdem Thomas ca. 15 Minuten gelegen hatte, und ich auf dem Boden daneben gesessen hatte, war alles wieder gut. Wir konnten den Rest der Lesung dann von der Seite aus wieder genießen. Die Moderatorin ist übrigens ganz großartig mit der Situation umgegangen. Ich glaube, sie hat noch irgendwelche Interviewfragen gestellt, muss aber gestehen, dass ich davon absolut nichts gehört habe. Ich war so auf Thomas konzentriert.

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Rainer Strecker

Nachdem Rainer Strecker dann wieder an seinem Platz saß, las er noch weitere Passagen aus „Warp“ vor. Er ist einfach einer meiner liebsten Hörbuchsprecher, da er es mit seiner Stimme immer wieder schafft, den Figuren Leben einzuhauchen. Jede Figur wird ein bisschen anders gesprochen, so dass man auch immer genau weiß, um wen es sich handelt. Es macht die Figuren irgendwie so plastisch. Live sind auch seine Mimik und Gestik ein echter Genuß beim zuhören und zuschauen.

Die gelesenen Szenen haben total Lust auf das Buch gemacht, so dass ich mich jetzt schon freue, dass Hörbuch demnächst im Auto zu hören.

Nach den Lesungen konnten aus dem Publikum noch Fragen an den Autor gestellt werden. Diese Gelegenheit wurde auch genutzt. Interessant fand ich, dass Eoin Colfer berichtete, dass mit Zeitreisen für ihn nach dieser Trilogie Schluss ist. Er findet das entwickeln von Zeitreisegeschichten zu anstrengend, da er immer wieder Zuschriften von Lesern bekommt, die ihn darauf hinweisen, dass Dinge so nicht passiert sein können, weil diese Auswirkungen auf die Gegenwart hätten, die diese verändern. Sehr aufmerksam von diesen Lesern, aber eben auch sehr anstrengend, das alles beim Schreiben zu bedenken. Außerdem sollte man für „Warp“ nicht zu zartbesaitet sein. Anders als bei Artemis Fowl geht es zum Teil doch ganz schön brutal zu.

Zum Abschluss signierte Eoin mit einer Engelsgeduld für jeden seine Bücher. Ich habe Thomas Buch von ihm signieren lassen und mir selbst eine Autogrammkarte für mein Autogrammbuch geholt. Bei Thomas Buch stutzte er zuerst ein bisschen, denn wir hatten uns auf der Buchmesse ein Autogramm von Rainer Strecker in das Buch geben lassen. Passt zwar nicht ganz, aber damals haben wir nur das Buch dabei gehabt und nicht das Hörbuch. Als Eoin Colfer hörte, dass das die Unterschrift von Rainer Strecker ist meinte er aber: „He deserves to sign the book.“ Puh… nochmal gerettet 😉
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Colfer_Warp_Signatur

Colfer_Eoin_3Alles in allem war es ein wunderschöner Abend, der uns nur zwischendurch eine Schrecksekunde bescherte. Wir hoffen, dass uns die anderen Zuschauer die Unterbrechung nicht zu übel genommen haben. Aber bei Kreislauf kann man auch einfach in dem Moment nichts dagegen machen. Ich kenne das nur zu gut. Als Abschluss waren wir noch im Manu zum Essen. Sehr leckere vegetarische und vegane Küche. Wir können das Restaurant wirklich empfehlen.

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4 Kommentare zu [Lesung] Eoin Colfer in Hamburg

  1. Kerstin sagt:

    Persönlich signierte Bücher sind doch der größte Schatz einer Leseratte, oder?
    Jedes Mal wenn man das Buch dann sieht, erinnert man sich an den schönen Tag (und bei der nächsten Lesung mit Eoin kannst Du Dich immerhin in Erinnerung bringen „Hey, wir waren das Paar, bei dem der Mann…“ *grins*)

  2. *lach* Thomas fände das eher nicht so lustig.
    Ja, du hast Recht. Für mich zumindest sind die signierten Bücher der größte Schatz im Bücherregal.
    LG
    Yvonne

  3. Emma Zecka sagt:

    Hey,
    von Eoin Colfer hab ich neulich „Meg Finn und die Liste der vier Wünsche“ gelesen. Das wurde mir früher als „Gute-Nacht“- Geschichte vorgelesen und ich wollte mal schauen, wie gut ich mich noch an den Roman erinnern konnte. Auf „Artemis Fowl“ bin ich leider zu früh gestoßen, damals hat mich der Inhalt überhaupt nicht angesprochen, weil mir die Sache mit der Geheimschrift usw. zu kompliziert war.
    Ich mag Lesungen! Es freut mich, dass es euch bis auf die Kreislauf-Geschichte auch gut gefallen hat. Ganz ehrlich, wer sich da beschwert hat echt Nerven. Hauptsache Thomas geht’s wieder gut.
    Und deine Bilder sind wirklich gut.
    Ich bin mal gespannt, was du von dem Hörbuch berichtest.
    viele Grüße
    Emma

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