[Hörbuch-Buchbesprechung] Winterapfelgarten – Brigitte Janson

Janson_WinterapfelgartenTitel: Winterapfelgarten

Autorin: Brigitte Janson
Sprecherin: Nicole Engeln

Verlag: Audio Media

Erscheinungsjahr: 2014

4 CDs; ca. 300 Minuten

 

Klappentext:
Claudia ist außer sich: Mit 51 soll sie zu alt für ihren Job sein? Zeitgleich weigert sich ihre Tochter Jule, nach einem schweren Unfall das Haus zu verlassen, und Freundin Sara ist nach ihrer Scheidung auch nicht glücklicher als vorher. Schluss damit, beschließen die drei und ziehen auf einen Apfelhof im Alten Land. Doch von Idylle ist erst einmal keine Spur: nur morsche Gebäude und eigenbrötlerische Nachbarn – bis eines Tages ein alter VW Käfer in der Hofeinfahrt schlapp macht …

Meine Meinung:
Ich hatte zu Beginn ziemliche Probleme in das Hörbuch hinein zu finden. Die Sprecherin liest nicht schlecht, aber so richtig konnte sie mich zuerst mit ihrer Art zu lesen nicht überzeugen. So habe ich die komplette erste CD gebraucht, um mich an die Figuren, die Sprecherin und die Geschichte zu gewöhnen. Die erste CD war aber im Rückblick auch vor allem dazu da, die Personen einzuführen. Brigitte Janson lässt ihren Figuren sehr viel Raum, um dem Leser ihre Geschichte, ihre Vergangenheit zu präsentieren. Mir hat dies gefallen, da es mir die Figuren sehr nahe gebracht hat und ich bei einigen Reaktionen nachvollziehen konnte, warum sie so handeln, wie sie es eben tun.

Als es dann auf dem Glockenhof so richtig losging, da war ich gefangen. Die Figuren sind alle auf ihre Art unheimlich sympathisch. Sie haben ihre Stärken und ihre Schwächen die sie voll ausleben, wodurch es zu Missverständnissen und Turbulenzen kommt. Sie haben aber auch alle wie sie da sind, ein großes Herz, so dass ich gar nicht anders konnte, als sie auch in mein Herz zu schließen.

Allen voran hat es mir Johann angetan, der mit seiner ruppigen Art zunächst für ganz schönen Unfrieden sorgt. Er ist aber mit seiner Art auch der Einzige, der mit Jule und ihrer Traurigkeit umzugehen weiß. Die Situationen, in denen er Jule ganz einfach, quasi ohne etwas zu tun, auf den rechten Weg geschubst hat sind einfach göttlich. Man merkt, wieviel (väterliche) Liebe unterschwellig zu dieser traumatisierten jungen Frau mitschwingt.

Auch Claudia und ihre Freundin Sara sind schön gezeichnet. Sie beide machen eine unheimliche Verwandlung während des Buches durch und finden wieder zu sich selbst. Das ist es auch, worum sich diese eher leise Geschichte dreht. Dem zu sich selbst finden. Das tun, was uns als Mensch ausmacht und was uns glücklich macht. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, dann bringt sie sehr viele Denkanstöße mit sich.

Elisabeth bringt die richtige Grundhaltung in diese Gemeinschaft ein. Durch ihre ruhige, zurückhaltende Art, bringt sie die Frauen immer wieder auf den richtigen Weg. Sie hält das Ganze zusammen.

Alles in allem vergebe ich 4 Federn für ein Hörbuch, dass man ab der zweiten CD fesseln konnte, bei dem mir die Sprecherin allerdings nicht so 100% lag.

Gepostet in 4 Federn, Gehört 2014, Rezension
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