[Hörbuch-Buchbesprechung] Tage wie Salz und Zucker – Shari Shattuck

Tage_wie_salz_und_zuckerTitel: Tage wie Salz und Zucker

Autorin: Shari Shattuck
Sprecherin: Muriel Baumeister

Verlag: Argon

Erscheinungsjahr: 2014

5 CDs; 6 Stunden 22 Minuten

Klappentext:
Ellen ist für alle Welt unsichtbar, und das ist ihr ganz recht so. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos, putzt nachts in einem Kaufhaus. Minutiös notiert sie, was sie vom Leben ihrer Mitmenschen beobachtet. Bis Ellen eines Tages im Bus eine junge Frau trifft: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude und hat keinerlei Berührungsängste – und als einzige kann sie Ellen »sehen«. Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist für Ellen nichts mehr, wie es war. Zusammen mit Temerity fängt sie an, sich einzumischen – immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln die beiden neuen Freundinnen jede Menge Staub auf …

Meine Meinung:
Ich hatte mit dem Einstieg ein paar Schwierigkeiten. Die Sprecherin, Muriel Baumeister, macht ihre Sache super, aber Ellen macht es einem wirklich nicht einfach, sie zu mögen. Sie fühlt sich selbst zu dick und meint, dass sie für andere Menschen unsichtbar ist. Sie hat keinerlei Selbstbewusstsein und würde am liebsten gar nicht unter Menschen gehen.

Ab dem Moment, an dem sie Temerity kennenlernt wird die Geschichte dann spannend. Temerity ist das genaue Gegenteil von Ellen. Sie sprüht vor Leben und bringt sich immer wieder in die unmöglichsten Situationen. Temerity hat das Herz auf dem rechten Fleck und kann dem Leser eine Menge darüber beibringen, wie man mit anderen Menschen umgehen sollte.

Sehr rührend fand ich, wie Temerity und ihr Bruder Ellen in ihrer Mitte aufnehmen. Genau so, wie Ellen ist, ohne sie verändern oder verbiegen zu wollen. Genau so muss es sein.

Die Geschichte ist oft ein wenig übertrieben und chaotisch. Sie wirkt sehr konstruiert, denn so viele Zufälle hält das Leben dann doch nicht bereit, wie in diesem Roman. Ellen und Temerity mischen sich viel zu sehr in das Leben Dritter ein, kommen natürlich immer damit durch und können auf jeden Fall helfen. Es wirkt schon alles ein bischen unglaubwürdig.

Das Schönste aber ist, dass das Buch eine Aussage hat. Urteile nicht vorschnell über andere Menschen, hilf, wenn du helfen kannst und das Wichtigste: Jeder ist auf seine Art und Weise wertvoll. Alles verpackt in einen heiteren, spannenden Chick-Lit Krimi ohne erhobenen Zeigefinger.

Es gibt aufgrund des etwas zähen Einstiegs und der konstruierten Handlung von mir 3 Federn.

Gepostet in 3 Federn, Gehört 2015, Rezension
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Ein Kommentar zu [Hörbuch-Buchbesprechung] Tage wie Salz und Zucker – Shari Shattuck

  1. Emma sagt:

    Hey,
    ich habe das Hörbuch Anfang des Jahres von einer Freundin geschenkt bekommen. Da ich selbst auf einer Schule für Blinde und Sehbehinderte war und in der dortigen Schülerzeitung immer Romane empfohlen wurden in denen es um blinde oder spät erblindete Menschen ging, war ich etwas unsicher, wie mir die Geschichte gefallen würde. Ich fand sie von der Handlung her nett, stimmte dir aber vollkommen zu, dass sie hier und da etwas konstruiert war. Da es sich hier um ein gekürztes Hörbuch handelt, würde mich brennend interessieren, ob oder was von der Handlung gestrichen wurde.

    viele Grüße
    Emma

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