[Hörbuch-Buchbesprechung] Silicon Wahnsinn – Katja Kessler

Kessler_Silicon_WahnsinnTitel: Silicon Wahnsinn – Wie ich mit Schatzi nach Kalifornien auswanderte

Autorin: Katja Kessler

Verlag: audio media

Erscheinungsjahr: 2014

4 CDs – 313 Minuten

 

 

Klappentext:
Als ihr Mann für ein Jahr nach Kalifornien zieht, findet sich Katja Keßler über Nacht mit ihren vier Kindern in einem winzigen Apartment an einem sechsspurigen Highway wieder. Ab sofort heißt Alltag: Culture Clash, Computer-Nerds und Dauertrips in die Kinder-Notaufnahme. Aber auch: Eukalyptusduft und Sandburgenbauen am Pazifik. Augenzwinkernd erzählt Keßler wie es ist, wenn man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten an die eigenen Grenzen stößt …

Meine Meinung:
Zunächst zur Sprecherin, Katrin Fröhlich. Katrin Fröhlich hat ihre Sache wirklich gut gemacht. Sie bringt den Humor von Katja Kessler wirklich gut rüber. Die Stimme ist angenehm und eingängig.

Zuerst war ich auch ganz angetan. Die Geschichte handelt von Katja und ihrer Familie (vier Kinder, ein Mann, ein Pony, Kaninchen und Bienen), von denen die Zweibeiner für ein Jahr nach Kalifornien auswandern und die Vierbeiner in Deutschland bleiben müssen. Die Auswandererfamilie erlebt viele lustige Begebenheiten, sowohl bei der Beantragung der Visa, als auch bei der Auswanderung und dann natürlich in Amerika. Zuerst fand ich diese Geschichte auch wirklich amüsant, aber spätestens am Ende der zweiten CD fing es mir dann doch ein bisschen an auf die Nerven zu gehen und auf CD 4 war ich endgültig genervt.

Sicher ist es für Katja nicht leicht mit vier Kindern auszuwandern. Schatzi (ich kann dieses Wort inzwischen nicht mehr hören) ist nämlich leider jemand, eh die meiste Zeit eh mit Abwesenheit glänzt und wenn er da ist, auch keine große Unterstützung. Mag sein, dass er (hoffentlich) im echten Leben nicht ganz so wenig zu gebrauchen ist, aber diesen Eindruck vermittelt die Autorin mir hier leider immer wieder.

Auch fand ich den Kauf der Tiere (Meerschweinchen und die beiden Papageien) echt daneben. Bevor man sich ein Tier anschafft, macht man sich normalerweise der Verantwortung bewusst, in der man sich damit befindet. Wenn ich schon weiß, dass ich in wenigen Monaten wieder das Land verlassen werde, dann erkundige ich mich vorher, ob ich die Tiere mitnehmen darf und will. Geht das nicht, dann mache ich mir vor dem Kauf Gedanken, wer die Tiere nimmt wenn ich ausreise. Hier stellte die Familie erst kurz vor der Ausreise fest, dass die Meerschweinchen nicht im Flugzeug mit nach Deutschland können und die Papageien lange in Quarantäne müssten. Es wurde dann anscheinend ein guter Platz gefunden. Dennoch empfinde ich das nicht als lustig, sondern als verantwortungslos.

Die Geschichten, die die Familie in Amerika erlebt sind wirklich amüsant, aber irgendwie halt nur eine gewisse Zeit lang. Ich kann es schlecht in Worte fassen, aber irgendwann fing ich einfach an das Ende herbei zu sehnen, da ich soviel geballte Spritzigkeit einfach nicht mehr verarbeiten konnte. Man kann einfach im Leben nicht immer alles mit Humor nehmen und so wirkte es auf mich hier auch. Eigentlich hörte sich die Lage in Amerika alleine mit vier Kindern und ohne Schatzi zum Teil ziemlich verzweifelt an und so wurde dieses zu Beginn lustige Buch für mich nach und nach zu einer Tragikkomödie.

Es tut mir leid, aber für dieses Buch vergebe ich 2 Federn. Zu Beginn ist es noch lustig, dann wird es immer anstrengender, bis man nur noch genervt am Ende ankommen will.

Gepostet in 2 Federn, Gehört 2014, Rezension
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