[Hörbuch-Buchbesprechung] Mary, Tansey und die Reise durch die Nacht – Roddy Doyle

doyle_mary_tansey_und_die_reise_booklet_3109_9.inddTitel: Mary, Tansey und die Reise durch die Nacht

Autor: Roddy Doyle
Sprecherin: Regina Lemnitz

Verlag: Goya Libre

Erscheinungsjahr: 2013

3 CDs – 193 Minuten

 

Klappentext:
Im Moment findet Mary alles gar nicht leicht: Ihre liebe, witzige, wunderbare Großmutter Emer liegt im Sterben. Deshalb hat Mary überhaupt keinen Nerv, sich mit der altmodisch wirkenden Fremden zu unterhalten, die sie eines Tages einfach so anspricht. Doch schnell stellt sich heraus, dass diese Tansey niemand Geringeres als die Mutter von Emer ist – also Marys seit langem tote Urgroßmutter. Als Geist ist sie gekommen, um zusammen mit ihrer
sterbenden Tochter sowie Mary und deren Mutter Scarlett ein letztes großes Abenteuer zu erleben. Gesagt – getan! Mit Scarlett am Steuer begeben sich die vier Frauen aus vier Generationen auf eine unvergessliche, letzte gemeinsame Reise in die Nacht …

Meine Meinung:
Leider war dieses Hörbuch, welches lange auf meiner Wunschliste stand und auf das ich mich sehr gefreut habe, ein totaler Griff daneben.

Fangen wir mit dem Schreibstil an. Leider endet jeder zweite Satz mit „sagte“, was mich unfassbar genervt und nervös gemacht hat. Allein dadurch, dass ich immer darauf wartete, dass gleich wieder „…, sagte Tansey.“ „…, sagte Mary.“ etc. kommt, konnte ich mich gar nicht richtig auf die Geschichte konzentrieren. Wenn mal ein „fragte“ oder „rief“ kam, dann war das schon eine große Abwechslung für die ich dankbar war.
Beispiel:
Zitat aus dem Buch S. 14
„Was hast du?“, sagte die Frau.
„Meiner Großmutter geht´s nicht so gut“, sagte Mary.
„Sicher, das weiß ich“ ,sagte die Frau.
„Warum fragen Sie dann?“, sagte Mary.
Und so geht es leider seitenweise.

Die Geschichte an sich ist leider weder besonders tiefgründig noch lustig. Sie plätschert lange nur so vor sich hin. Einzig die Rückblenden in Tanseys und Emers Lebensumstände haben mich ein bisschen fesseln können.

Mary wirkte auf mich wie eine verzogene Göre. Dass sie auch noch dauernd betont, dass das, was sie gerade gesagt hat nicht vorlaut gemeint war tat ihr übrigens dazu, dass ich sie einfach nur schrecklich fand.

Mir ist es schon oft passiert, dass eine tolle Sprecherin ein mittelmäßiges Buch durch ihre Art zu lesen noch ein ganzes Stück nach oben ziehen kann. Hier ging es mir leider genau anders herum. Regina Lemnitz hat eine Art zu lesen, bei der ich das Gefühl hatte, dass alle Kinder, auch hier wieder allen voran Mary, permanent schreien und nicht in einem normalen Tonfall reden.

Es tut mir leid, aber dieses Buch bekommt von mir nur eine Feder. Die Geschichte um das Sterben, die sicher berühren soll wurde nur sehr oberflächlich geschrieben. Der Schreibstil mit seinen unendlichen vielen „sagte“ ist eher schlecht zu lesen und die Sprecherin trägt ihr Übriges dazu bei, dass die Figuren unsympathisch wirken.

Gepostet in 1 Feder, Gehört 2014, Rezension
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2 Kommentare zu [Hörbuch-Buchbesprechung] Mary, Tansey und die Reise durch die Nacht – Roddy Doyle

  1. Oh, schade dass das Hörbuch letzendlich so eine Enttäuschung war. Als ich grade den Klappentext gelesen hatte dachte ich erst dass es ja nach einer tollen Geschichte klingt aber nun bin ich da nicht mehr so sicher.

    Liebe Grüße, Jenni

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