[Hörbuch-Buchbesprechung] Malala, meine Geschichte – Malala Yousafzai

Yousafzah_Malala_meine_geschichteTitel: Malala – meine Geschichte

Autorin: Malala Yousafzai mit Patricia McCormick
Sprecherin: Leonie Landa

Verlag: Goya libre

Erscheinungsjahr: 2015

1 mp3 CD; 5 Stunden 37 Minuten

 
 
Klappentext:
Die damals fünfzehnjährige Malala wollte einfach nur zur Schule gehen – doch für die Taliban haben Mädchen kein Recht auf Bildung. Am 9. Oktober 2012 schossen ihr Terroristen in den Kopf, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war. Malala hat den Anschlag schwer verletzt überlebt, doch aufgegeben hat sie nicht. Sie setzt ihren Kampf für Bildung unermüdlich fort und ist damit zum Vorbild vieler Jugendlicher auf der ganzen Welt geworden.

Meine Meinung:
Ich fange auch hier mit der Sprecherin an, da sie in meinen Augen eine Topbesetzung für dieses Hörbuch war. Die Stimme ist relativ jugendlich, so dass man ihr das Kind Malala ebenso abnimmt, wie die jugendliche Malala. Leonie Landa hat das Hörbuch mit sehr viel Einfühlungsvermögen, guter Betonung und viel Emotion gesprochen.

Malalas Geschichte ist unglaublich. Sie ist einerseits spannend erzählt, andererseits macht man sich natürlich zu jeder Minute klar, dass man hier keinen Abenteuerroman hört, sondern dass das Mädchen diese Dinge tatsächlich erlebt hat. Es ist für jemanden, der in der westlichen Welt gut behütet aufgewachsen ist nur schwer vorstellbar, wie es ist, wenn täglich Menschen auf offener Straße erschossen werden und sogar Bomben auf die Stadt fallen, in der man lebt.

Ich habe durch dieses Hörbuch viel über die Lebensweise der Menschen in Pakistan gelernt und ich muss gestehen, dass ich auch meine doch eher mangelhaften Kenntnisse im politischen Weltgeschehen erweitern konnte. Bis zu diesem Hörbuch habe ich die Taliban immer nur mit Afganisthan in Verbindung gebracht. Die Lebensweise der Menschen dort ist so völlig anders als die unsere. Natürlich hat man von Vielem eine Ahnung, dass sich Frauen verschleiern müssen und dass die Männer das Sagen haben. Malala führt dem Leser dies alles aber mit ihrer Geschichte noch einmal sehr eindringlich vor Augen.

Eine Federn Abzug gibt es, weil ich, je weiter das Hörbuch fort schritt, immer weniger glauben konnte, dass es wirklich in allen Facetten authentisch ist. Ich war unheimlich beeindruckt von Malala und wie sie sich, gemeinsam mit ihrem Vater, für die Rechte der Mädchen, vor allem auf Bildung, in Pakistan einsetzt. Ich war beeindruckt, wie stark sie allen Widerständen getrotzt hat und wie wenig sie sich hat einschüchtern lassen. Genau das ist aber auch das Manko für mich. Ich glaube nicht, dass ein Kind bzw. eine Jugendliche wirklich immer so stark sein kann. Sie nimmt selbst ihren Beinahetod mit einer unglaublichen Kraft und Selbstverständlichkeit hin. Ich würde doch denken, dass ein Mädchen in dem Alter, oder sogar wahrscheinlich jeder Mensch, in diesen Zeiten zumindest zeitweise doch auch Angst, Zorn, Traurigkeit, etc. empfindet. Mein Eindruck ist, dass  Malala einfach über alles hinweg lächelt und immer an das Gute glaubt. Hier hätte ich mir etwas mehr Einblick in ihr Seelenleben gewünscht. Erst zum Ende des Buches fängt Malala an mir als Leserin auch ein bisschen Gefühle zu zeigen.

Im Anhang finden sich noch ein Glossar und eine Übersicht über die wichtigsten Daten. Ich muss allerdings gestehen, dass ich dort nur ganz kurz reingehört habe. In einem Buch finde ich das extrem praktisch, um mich zu orientieren. Aber in einem Hörbuch ist das dann doch etwas langweilig, sich das einfach so vorlesen zu lassen.

Von mir gibt es 4 Federn für dieses wirklich hörenswerte Hörbuch.

Herzlichen Dank an Blogg Dein Buch und den Verlag Jumbo Neue Medien für dieses Rezensionsexemplar.

Gepostet in 4 Federn, Gehört 2015, Rezension
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4 Kommentare zu [Hörbuch-Buchbesprechung] Malala, meine Geschichte – Malala Yousafzai

  1. Kerstin sagt:

    Auf das Hörbuch wollte ich mich auch bewerben, aber blöderweise ist das ja eine mp3 CD. Ich höre ja Hörbücher fast nur im Auto und mein Player spielt leider nur normale CDs ab 🙁
    Aber vielleicht hole ich mir das Buch mal als Printexemplar, denn es klingt wirklich extrem gut!

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