[Hörbuch-Buchbesprechung] Die Clans von New York – Chris Weitz

Weitz_Young_worldTitel: Die Clans von New York (Young World; Band 1)

Autor: Chris Weitz

Verlag: Oetinger Audio

Erscheinungsjahr: 2015

2 mp3-CDs; 536 Minuten

 

 

Klappentext:
Es gab ein Leben Davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr Danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Stämmen. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Stamms, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Stammes, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahnschächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Donna und Jeff erzählt, so dass der Leser bzw. Hörer die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt bekommt. Mir persönlich hat die Perspektive von Jeff besser gefallen. Mit Donna bin ich nicht so recht warm geworden. Sie wirkte auf mich recht emotionslos. Während man Jeff seine Gedanken, Taten und Gefühle abkaufte, wirkte bei Donna alles sehr aufgesetzt.

Die Sprecher, Maria Koschny und Leonhard Mahlich haben ihre Sache wirklich gut gemacht.Beide haben sehr angenehme Stimmen und mit viel Betonung gelesen, so dass man der Geschichte gut folgen konnte. Ich glaube sogar, dass es diese beiden waren, die für mich die Geschichte von 3 auf 4 Federn hochgezogen haben. An sich muss man sagen, dass die Geschichte doch einige Längen aufweist. Egal welches Gebiet die Freunde durchqueren, sie werden garantiert gefangen genommen. Auf Dauer wird das ein bisschen öde und einfallslos. Durch ihre Sprechweise haben es Maria Koschny und Leonhard Mahlich aber immer wieder geschafft, mich bei der Stange zu halten.

Sehr gut gefallen hat mir die Art von Chris Weitz die von ihm geschaffene Welt zu beschreiben. Alles wirkte sehr gut durchdacht, wurde stringent durchgezogen und es gab, für mich, keine Ungereimtheiten. Ein bisschen merkwürdig fand ich nur, dass die Reise, die, wenn ich mich richtig erinnere, 150 km lang sein sollte, plötzlich sehr schnell vonstatten ging. Erst schlugen sich die Freunde gefühlte Ewigkeiten durch New York und kamen nicht von der Stelle und schwups waren sie auf der Insel angekommen. Ein bisschen unglaubwürdig.

Auf der Insel selbst wurde es dann noch einmal richtig spannend. Man wusste plötzlich nicht mehr wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Auch das mag ich sehr, wenn das alles nicht mehr so ganz klar ist. Es bringt noch einmal einen guten Schuss Würze in die Geschichte.

Für die Geschichte spricht, dass sie trotz einiger Längen wirklich spannend war. Es gab viele Szenen, die ich mit angehaltenem Atem verfolgt habe. Chris Weitz schreckt auch nicht davor zurück, liebgewonnene Charaktere zu töten. Ich mag das irgendwie. Es macht die Sache noch spannender, wenn man weiß, dass niemand sicher ist.

Die Geschichte endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, wie ich finde. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergehen wird. Von mir gibt es 4 knappe Federn aufgrund der Längen.

Gepostet in 4 Federn, Gehört 2015, Rezension
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