[ebook-Buchbesprechung] Inshallah – Worte im Sand – Trend D. Reedy

Reedy_inshallah_worte_im_sandTitel: Inshallah – Worte im Sand

Autor: Trend D. Reedy

Verlag: Aufbau Verlag

Erscheinungsjahr: 2011

Seiten: 179

 

Klappentext:
Die weißgoldenen Strahlen der Sonne brachen durch die Wolken. Hoffentlich war dies eine Botschaft Allahs. Ein Zeichen dafür, dass alles besser wurde. Dass das Leben etwas Wahres, Bleibendes und Sinnvolles bereithielt.

Zulaikha hofft. Auf Frieden, jetzt, wo die Taliban fort sind. Darauf, nicht mehr das Eselgesicht mit der Hasenscharte zu sein. Einen Mann zu finden. Lesen und Schreiben zu lernen. Dann kommen die Amerikaner. Sie versprechen, Zulaikhas Mund zu richten. Zugleich trifft sie Meena, die anbietet, sie zu unterrichten. Darf Zulaikha hoffen, dass ihre Träume wahr werden?

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich im Rahmen der „Lies dich rund um den Globus-Challende“ gelesen und es hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch spielt in Afghanistan und Hauptperson ist Zulaikha. Zuleikha hatte es mir von Anfang an angetan. Sie lebt mit ihrem Vater, drei Brüdern, einer Schwester und der zweiten frau ihres Vaters gemeinsam in einem Haus und wird dort, zumindest für meine westlichen Begriffe, eher als Skalvin gehalten. Malehkah, die zweite Frau ihres Vaters, kommandiert sie herum, sie muss den Haushalt machen, einkaufen gehen und auf die kleineren Brüder aufpassen. Für Zuleikah ist dies alles völlig normal. Sie begehrt nicht dagegen auf, sie nimmt ihr Leben so, wie es für sie vorherbestimmt ist, hin. Einzig die wenigen Momente, in denen sie sich zu Meena stielt um lesen und schreiben zu lernen zeigen einen Anflug von Eigenständigkeit und Auflehnung gegen die Traditionen.

Aber auch alle anderen Figuren waren sehr authentisch dargestellt. Der strenge, aber meist auch liebevolle Vater, der zunächst sehr in den Traditionen verhaftet ist, sich aber später doch noch öffnet. Zeynab, die Schwester Zuleikhas, die mit 15 Jahren verheiratet wird und die Hölle auf Erden erlebt. Aber auch die Amerikaner, die sich um Zuleikha kümmern, die ihre angeborene Hasenscharte operieren können und Zuleikha damit ein ganz neues Lebensgefühl schenken. Ein Lebensgefühl, welches ihr ermöglicht ganz sanft aus einigen Traditionen auszubrechen.

Das Buch macht einerseits sehr nachdenklich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Frauen in der heutigen Wlet noch unter solchen Umständen leben müssen. Furchtbar! Andererseits macht es Hoffnung, da die Familie sich der Moderne am Ende ein kleines Stückchen weit öffnet. Gerade so viel, dass es nicht unglaubwürdig wirkt.

Von mir gibt es 3 Federn für ein gutes Buch, welches sich schnell, aber nicht leicht, lesen lässt und zum nachdenken anregt.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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