[Buchbesprechung] Delirum – Lauren Oliver

Titel: Delirium [amor deliria nervosa]

Autorin: Lauren Oliver

Verlag: Carlsen

Erscheinungsjahr: 2011

 

 

Klappentext:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals.
Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Meine Meinung:
Mein liebstes Zitat aus diesem Buch ist „Man kann nicht glücklich sein, ohne manchmal auch unglücklich zu sein“. Wie wahr!

Bisher kannte ich die Autorin Lauren Oliver nicht, so dass ich sehr gespannt auf ihren Schreibstil war. Dieser hat mich mehr als positiv überrascht. Das Buch wird aus Lenas Sicht erzählt und die Geschichte schreitet langsam aber stetig vorwärts. Das Buch liest sich absolut flüssig.
Magdalena (Lena), die Hauptperson des Buches, ist schön dargestellt. Die Figur präsentiert sich mir sehr gut, so dass ich Lena direkt vor Augen hatte. Man erfährt durch die „Ich-Pespektive“ viel über Lenas Gedanken- und Gefühlswelt. Sehr schön wird dargestellt, wie sie zuerst absolut überzeugt davon ist, dass Amor Deliria Nervosa eine böse Krankheit ist, obwohl, oder vielleicht gerade weil, ihre Mutter davon befallen war und (wie Lena zunächst glaubt) deswegen Selbstmord begangen hat. Sie fiebert zu Beginn des Buches geradezu auf ihren Eingriff, der am 18. Geburtstag durchgeführt werden soll hin, um vor der Krankheit geschützt zu sein. Im Laufe der Geschichte weicht ihre Einstellung dazu, bedingt vor allem durch Alex und die Welt, die er ihr zeigt, immer mehr auf. Aber auch hier lässt die Autorin es langsam angehen, was sehr gut ist, da Lena 17 Jahre lang in dem System erzogen wurde und es nicht glaubwürdig wäre, wenn sie von heute auf morgen alle Grundsätze über den Haufen schmeißen würde.

Alex dagegen bleibt etwas blass. So richtig ein Bild habe ich nicht von ihm bekommen. Ich denke, dass das auch daran liegt, dass aus Lenas Sicht geschildert wird und man so natürlich nichts über seine Gedanken- und Gefühlswelt lernt.

Etwas schade fand ich, dass die Autorin nicht näher darauf eingeht, wie es dazu gekommen ist, dass die Liebe aus der Welt verbannt wurde. Man erfährt durch die den Kapiteln vorangestellten Zitate immer ein bisschen darüber, warum die Menschen die Liebe für gefährlich halten und wie das Heilmittel erfunden wurde, aber es geht nicht in die Tiefe.

Alles in allem ein Buch, welches sich gut hat wegschlürfen lassen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der im nächsten Jahr erscheinen soll.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2011, Rezension
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