[Buchbesprechung] Wunschfigur – Marlies Fösges

Titel: Wunschfigur

Autorin: Marlies Fösges

Verlag: Schirner

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 276

 

Klappentext:
Barbara Markland ist übergewichtig. Und das ist nicht ihr einziges Problem. Da wären noch ihre dominante Mutter, der pubertierende Sohn, die zickige Tochter, ein liebloser Ehemann und eine ungeliebte Arbeitsstelle. Um nur einiges zu nennen. Als ihre Freundin Ellen sie beide zu einem Volkshochschulkurs anmeldet, ist Barbara kein bisschen begeistert. Mit mentalem Training zur Wunschfigur? Das ist ganz sicher nichts für sie. Doch dann ist sie wider Willen gefesselt von dem, was sie über sich erfährt. Und erstaunt, wozu sie alles fähig ist. Roman, Sachbuch oder beides in einem? Man kann Barbaras Geschichte rein zum Vergnügen lesen und alles andere seinem Unterbewusstsein überlassen. Oder man geht mit Barbara in den Kurs und macht die Übungen mit. Der Leser hat die Wahl.

Meine Meinung:
Die Autorin hat einen wunderbaren humorvollen Schreibstil. Man wird sofort an die Seite von Barbara gestellt und kann gar nicht anders, als mit ihr durch diesen VHS-Kurs zu wandern. Ich habe sehr mit ihr gelitten, aber auch das Schmunzeln musste ich mir das eine oder andere Mal verkneifen.
Ich hatte ein bisschen Startschwierigkeiten, weil mich die Figur Barbara auf den ersten paar Seiten noch nicht so sehr interessierte und ich deswegen ein paar Anläufe nehmen musste über die ersten 10 Seiten hinweg zu kommen. Sobald ich angefangen richtig hatte zu lesen, hatte mich die Autorin auch schon mit ihrem flüssigen Schreibstil gefangen genommen und hat mich nicht so schnell wieder losgelassen. Der zunächst etwas flach wirkende Charakter Barbara wird schnell sehr dreidimensional und sympathisch.

Die Geschichte ist dann auch spannend und man fiebert förmlich mit Barbara mit, ob sie abnimmt, ob sie ihr Leben auf die Reihe bringt und einfach, ob sie ihr Glück finden wird, wie immer das auch aussehen mag. Die Charaktere sind alle schön gezeichnet und ich hatte das Gefühl mit ihnen im Seminarraum bei Antonia zu sitzen. Das finde ich auch fast das spannendste an dem Buch. Es vermittelt viel von dem Wissen, welches man normalerweise in Ratgebern für ein glücklicheres/ besseres Leben findet, aber eben nicht nach Manier eines Sachbuches, sondern eingebunden in diese schöne Geschichte um Barbara. Man kann sich aus diesem Buch durchaus den einen oder anderen Tipp auch für das eigene Leben ziehen, auch, wenn man nicht abnehmen will, da auch die anderen geschilderten Situationen welche sind, die jeder von uns in seinem Leben schon ein- oder mehrmals erlebt hat.

Eine wirklich empfehlenswerte Geschichte in die ich nach winzigen Startschwierigkeiten völlig eingetaucht bin und aus der man auf lockere Art und Weise noch etwas für das eigene Leben lernen kann. Ich vergebe gerne gute 3 Federn.

Herzlichen Dank an den Schirner Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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