[Buchbesprechung] Wir beide, irgendwann – Jay Asher

Titel: Wir beide, irgendwann

Autor: Jay Asher und Carolyn Mackler

Verlag: cbt

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 394

 

Klappentext:
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang …

Meine Meinung:
Das Buch stand schon auf meiner Wunschliste und ich hatte das Glück es bei „his & her Books“ zu gewinnen. Als es kam fing ich auch sofort an zu lesen, bin aber zwiegespalten. Einerseits fand ich es sehr fesselnd mal wieder in die 90er Jahre gezogen zu werden und mich an Zeiten zu erinnern, in denen man nicht telefonieren konnte wenn man im Internet war. Der Schreibstil der beiden Autoren ist flüssig, aber insgesamt fehlte mir die gewisse Würze.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh erzählt. Beide sind absolute Durchschnittsteenager, was in meinen Augen der Geschichte ein wenig zum Verhängnis wird. Die beiden bekommen über Emmas Computer und Facebook Einblicke in ihre Zukunft. Emma will diese Zukunft so nicht hinnehmen und versucht durch Veränderungen in ihrem jetzigen Leben Veränderungen an ihrer Zukunft vornehmen. Das gelingt ihr auch, wenn auch nicht immer so wie beabsichtigt. Daneben passiert allerdings nicht viel. Die beiden schlagen sich mit den typischen Teenager-Problemen herum, die hier leider eher etwas langweilig sind. Erst als neben Josh auch Emma anfängt darüber nachzudenken, dass es vielleicht doch wichtig ist, um Hier und Jetzt so zu leben, dass man glücklich ist bekommt das Buch etwas Tiefgang, da waren es aber auch nur noch ein paar Seiten zu lesen.

SPOILER zum lesen markieren Unglaubwürdig fand ich, dass Emma und Josh nicht alle Freunde, die ihnen einfielen komplett auf Facebook gesucht haben. Bei Josh hat das einen Grund, der nachvollziehbar ist. Aber Emma wirkt nicht wie ein Mädchen, das so gar nicht neugierig ist. Ich glaube, wenn jemand wirklich plötzlich Zugriff auf Daten aus der Zukunft hätte, dann wären nur die Allerwenigsten in der Lage sich zu bezähmen und nicht bei sämtlichen Freunden und Verwandten zu schauen.

Da es mir nicht scheint, als ob dies ein Fortsetzungsroman ist wäre ein Epilog schön gewesen, bei dem aufgedeckt wird, was die verschiedenen Personen tatsächlich in 15 Jahren machen. So wird der Leser auf der letzten Seite ein bisschen im Regen stehen gelassen und weiß nicht, wie es mit den Figuren weitergeht.

Fazit aus dieser Geschichte ist für mich, dass ich froh bin, dass wir unsere Zukunft nicht kennen. Wie belastend es wäre, wenn man wüsste, was noch alles passiert wird hier an der Geschichte um Emma sehr gut herausgearbeitet.

Die Idee hätte 5 Federn verdient, aber die Umsetzung meiner Ansicht nach eher nur 2. Von mir also 3 Federn für ein Buch, welches sich ganz gut lesen lässt, aber dem es ein bisschen an Spannung mangelte.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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2 Kommentare zu [Buchbesprechung] Wir beide, irgendwann – Jay Asher

  1. Kerstin sagt:

    Ich habe mir das Buch mal bei Tauschmuh auf die Watchlist gestellt.
    Klingt ganz nett, aber mag es mir nicht kaufen 😉
    Ist nämlich immer öfter so, daß der Klappentext mehr verspricht, als der Inhalt halten kann…

  2. Ayanea sagt:

    Wirklich gute Rezension und wie du weißt, stimme ich in dem 100% zu! 🙂 Ist auch eine interessante Idee mit dem Epilog. Das wäre sehr witzig gewesen.

    *****SPOILER******

    Mich hätte auch interessiert ob Kellan nun schwanger geworden wäre oder nicht. Aber darauf wird partout nicht mehr eingegangen….in diesem Roman happerts an einigen Stellen…

    ********SPOILER ENDE*********

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