[Buchbesprechung] Wie Sonne und Mond – Nicole Walter

Walter_Wie_Sonne_und_MondTitel: Wie Sonne und Mond

Autorin: Nicole Walter

Verlag: Knaur Taschenbuch

Erscheinungsjahr: 2013

Seiten: 346

Klappentext:
Birgit lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Mann Tom und den beiden Kindern in einem Haus am Starnberger See. Dort taucht plötzlich ihre Schwester Kira wieder auf – Kira, die Rebellin, die Weltenbummlerin, die auf Ibiza lebt und die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Auf einmal beginnt Birgit ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen: Hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen, als sie eine bürgerliche Existenz mit Familie und Wohlstand wählte? Gibt es da nicht auch noch etwas anderes? Kira dagegen kann nicht vergessen, was in jener Nacht vor zwanzig Jahren geschah, als sie den Geliebten verlor und ihr Leben zerstört wurde – von ihrer Schwester …

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist eingängig und poetisch, wie ich es bereits von „Das Leben drehen“ von Nicole Walter gewohnt war. Durch diesen Schreibstil wird das Lesen zwar recht langsam, aber er zwingt mich auch dazu das Buch wirklich in mich aufzunehmen. Ich liebe diesen Schreibstil für die Art von Büchern, die diese Autorin schreibt einfach.

Bereits nach wenigen Seiten fand ich Kira einfach nur zu tiefst unsympathisch. Sie macht Birgit für alles, was in ihrem Leben schief gelaufen ist verantwortlich, aber Kira hat sich selbst für ihre Lebensführung entschieden. Auch wenn es sicher schwer für sie war, so lag doch alles in ihrer eigenen Verantwortung. Achtung SPOILER zum lesen markieren Sie drängt sich schamlos in ein bis dato zumindest als stabil empfundenes, liebevolles, Familienlieben hinein. Dass sie ihr Erbe einfordert, nach zwanzig Jahren und sich nun ihren Teil nimmt, indem sie das Haus einfach okkupiert und ebenso Birgits Kinder. Einfach widerlich! Auch wenn man im Laufe des Buches immer mehr über Kira erfährt und manchmal auch Mitleid mit ihr hatte, so blieb sie mir dennoch unsympathisch. Sie ist ein egoistischer Mensch, der überwiegend an sich selbst denkt und den ich nicht in meiner Familie oder meinem Freundeskreis haben möchte.

Birgit tut mir leid. Sie lebt ein normalbürgerliches Leben von dem sie bislang dachte, dass es gut wäre. Sie opfert sich für die anderen auf. So sollte man nicht leben, aber ich kann sie auch verstehen. Es sind ihre Eltern, Kinder und ihr Mann, für die sie das alles tut. Es gibt einfach so Menschen, die immer für alle da sind und sich selbst dabei vergessen. Da wäre es Toms Aufgabe ihr dies liebevoll zu sagen. Ihre Verwandlung zum Ende hin fand ich schön, auch wenn sie nicht so ganz nachvollziehbar war. Da hätten der Geschichte noch einige Ausführungen mehr, wie es zu dem Ende kam, gut getan.

Tom kann ich auch nach Beendigung des Buches nicht so richtig einschätzen. Er erscheint mir etwas undurchsichtig.

Alles in allem hat Nicole Walter hier wieder ein Buch geschrieben, welches nachdenklich machen soll und macht. Allerdings hat es mir nicht ganz so gut gefallen wie „Das Leben drehen“, da ich einige Handlungsweisen, sowohl von Birgit, als auch viel von Kira nicht nachvollziehen kann.

Vielen Dank an „Was liest du?“ über deren Plattform ich dieses Buch für eine Leserunde erhalten habe.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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