[Buchbesprechung] Unheilig – Die offizielle Autobiografie

Unheilig_als_Musik_meine_sprache_wurdeTitel: Unheilig – Als Musik meine Sprache wurde

Die offizielle Autobiografie

Verlag: Riva

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 287

Klappentext:
Mehrfach Platin in Deutschland, Platin in Österreich und der Schweiz – mit dem Album Große Freiheit stieß DER GRAF im Jahr 2010 Herbert Grönemeyer vom Sockel, da Unheilig 23 Wochen lang die deutschen Charts anführte – länger als jeder deutsche Künstler zuvor. Ausverkaufte Konzerte, gefeierte TV-Auftritte – die Band Unheilig stand in den vergangenen drei Jahren fast überall an erster Stelle.
Viel wurde über Unheilig und den GRAFEN geschrieben und gesagt – eine wirkliche Annäherung an den momentan erfolgreichsten Musiker Deutschlands gelang jedoch nie. Nun bricht DER GRAF endlich sein Schweigen und gibt in seiner Autobiografie einen erstaunlich offenen Einblick in sein bewegtes Leben und den steinigen, am Ende aber fast märchenhaften Aufstieg zum erfolgreichsten deutschen Musiker dieser Zeit.
Es ist das Buch des GRAFEN für seine Fans, für die er seit mehr als zehn Jahren komponiert und singt.

Meine Meinung:
Ich bin mehr als positiv überrascht. Ich bin kein riesen Fan von Unheilig, mag die Musik aber gerne von Zeit zu Zeit hören. Als ich sah, dass es eine Biografie über Unheilig gibt, da packte es mich aber. Irgendwie zogen mich Cover und Klappentext magisch an. Was soll ich sagen. Biografien zu rezensieren ist nie einfach. Ich wurde in den Werdegang des Grafen und Unheilig schier hineingezogen. Schon fast atemlos folgte ich dem Grafen auf seinem Weg mit der und zur Musik.

Richtig gut gefallen hat mir, dass auch in der Biografie die Musik und sein Leben als Musiker bzw. werdender Künstler im Vordergrund steht. Der Graf hält sein Privatleben ja komplett aus der Presse heraus und auch nach dem Lesen der Biografie weiß man nicht mehr über seine Familie und Freunde als vorher. Das hat mir persönlich sehr imponiert, dass er sich auch jetzt treu bleibt. Sein Werdegang hin zum erfolgreichen Musiker ist auch so spannend genug.

Ich finde den Erzählstil sehr nah am Leser dran. Sicher hält man hier kein großes literarisches Meisterwerk in Händen, aber dafür ein Werk aus dem man förmlich den Künstler zu sich sprechen hört.

Interessant waren die Einblicke ins Musikgeschäft, denn auch das wurde dem Leser nochmal deutlich vor Augen geführt. In vielerlei Hinsicht ist es auch nur ein Geschäft, was da gemacht wird bzw. ein Beruf, den Menschen ausüben. Der Graf hat versucht (ich denke mal, es auch geschafft) sich selbst treu zu bleiben und seine Liebe zur Musik nicht dem Geschäft unterzuordnen. Auch das hat mir, wie ich zugeben muss, stark imponiert.

Nicht so richtig vorstellen kann man sich, dass der Graf wirklich so viele Versagensängste, anscheinend auch heute noch, wie man es aus der Biografie heraus liest hat. Bei jedem Satz spürt man förmlich das Erstaunen darüber, dass er es geschafft hat so erfolgreich zu werden. Das finde ich persönlich eher verwunderlich. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass mit einem solchen Erfolg das Selbstvertrauen quasi fast automatisch irgendwann mitgeliefert wird. Dies scheint nicht unbedingt so zu sein.

Von mir gibt es 5 Federn und eine Leseempfehlung.
Herzlichen Dank an den Riva-Verlag für das Rezensionsexemplar, von dem ich jede Seite genossen habe.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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4 Kommentare zu [Buchbesprechung] Unheilig – Die offizielle Autobiografie

  1. Kerstin sagt:

    Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Unheilig, aber diese Biographie reizt mich auch ein wenig… mal sehen, vielleicht landet sie doch noch auf meinem SuB 😉
    Danke für die Rezension!

  2. Corinna sagt:

    Interessant, wenn man kein Fan von Unheilig ist und zur Biografie greift 😉
    Ich hab mir auch schon überlegt, ob ich die mir mal zulege… Interessant allemal, aufgrund der verschiedenen Musikalischen Veränderungen… wo mir als Schwarzträgerin vorallem die älteren Songs auch sehr lieb sind. ich mag aber auch die neueren und hab den Auftritt auf dem Mera Luna 2010 einfach genossen.. wow was für eine Bühnenpräsenz !… der geht einfach ab *gg* Zwiespältig kann man dann da sitzen und sagen hmmm jetzt plötzlich alles so sanft und komerz (böse böse haha)… aber ich denk darauf wird erst recht in dem Buch eingegangen… hast mich nochmal neugierig gemacht 😉
    und : schau dir ruhig mal ein Konzert oder DVD an 🙂 Die Hallen sind ja inzwischen viel zu voll seit er bekannter geworden ist. Aber gönnen wir es ihm, tolle Stimme (ich lieber tiefe Stimmen) und ansonsten seh ich das ganze auch nich negativ von wegen Komerz oder so…

  3. Evy sagt:

    Das mit den Versagensängste ist normal – je mehr Erfolg man hat, desto höher sind die Erwartungen. Und wenn man Angst hat sie nicht zu erfüllen, dann steigen die mit :-‚)

    • Naja… so pauschal würde ich das nicht sagen. Es gibt durchaus Menschen, die sind so selbstbewusst und in ihrer Mitte, dass sie Versagensängste nicht kennen.

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