[Buchbesprechung] Totengrund – Tess Gerritsen

Titel: Totengrund (Rizzoli & Isles; Band 8)

Autorin: Tess Gerritsen

Verlag: Blanvalet (Random House)

Erscheinungsjahr: 2010

Seitenzahl: 413

 

 

Klappentext:
Dr. Maura Isles will in Kingdom Come Zuflucht vor dem Schneechaos finden. Doch es sieht aus, als hätten die Bewohner ihre Häuser nur Minuten vor ihrer Ankunft fluchtartig verlassen: Fenster und Türen stehen offen, Tische sind gedeckt – doch das Essen auf den Tellern ist festgefroren, kein Mensch weit und breit … Mauras Spur verliert sich. Bis eine Unfallmeldung Jane Rizzoli in Boston erreicht: Ein Wagen mit vier Insassen ist in eine Schlucht gestürzt. Unter den Toten ist eine Frau in Mauras Alter, und im Fond liegt ihr Gepäck …

Meine Meinung:
Ein spannender Thriller aus der Feder von Tess Gerritsen, der zwar Bestandteil einer Reihe ist, aber den man nicht unbedingt in der Reihenfolge lesen braucht. Die Hauptpersonen sind zwar immer dieselben, Jane Rizzoli und Maura Isles, aber jeder Band ist in sich abgeschlossen.

Dieser Fall ist etwas anders als die vorhergehenden Fälle, da er nicht in Boston spielt, wo Jane und Maura gemeinsam einen Fall aufklären, sondern Maura selbst sozusagen der Fall ist.

Die Geschichte verläuft in zwei Handlungssträngen.
In einem Handlungsstrang begleiten wir Maura, die sich außerhalb von Boston befindet. Sie ist unterwegs mit einem alten Kommilitonen, Doug, dessen Tochter Grace und zwei Freunden von Doug, Elaine und Arlo. Diese Geschichte läuft fast sofort sehr spannend an. Die fünf Menschen verschlägt es durch besondere Umstände in ein verlassenes Dorf. Es werden Fragen über Fragen aufgeworfen, die mich dazu gebracht haben schnell weiterlesen zu wollen. Die aufgeworfenen Fragen werden nach und nach beantwortet und die Geschichte verliert an keiner Stelle an Spannung.

Der andere Handlungsstrang begleitet Jane, die gemeinsam mit ihrem Ehemann und Mauras Freund anfängt sich um Maura Sorgen zu machen, als diese nicht wie verabredet vom Kongress zurückkommt. Alle drei fliegen nach Wyoming. In diesem Handlungsstrang begleiten wir Jane und ihren Ehemann Gabriel, die alles daran setzen um Maura zu finden.

Der Unsympath in dieser Geschichte war für mich definitiv Doug. Ein aufgeblasener Wichtigtuer, der von sich überzeugt ist und seinen Willen immer durchsetzt. Doug ist nicht ganz unschuldig daran, was den fünf vermissten Personen passiert, versucht aber immer alles wieder gerade zu biegen. Leider gelingt dies nicht immer so, wie er sich das vorstellt.

Am besten gefallen hat mir die Figur des Julian, oder Rat, wie er lieber genannt werden möchte. Er ist ein einsamer Junge, der nur mit seinem Hund Bear zusammenlebt, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat. Er setzt sich für andere Menschen ein und setzt für sie sogar sein Leben aufs Spiel. Ein wunderbarer Junge!

Am spannendsten wurde das Buch auf den letzten 100 Seiten. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es kommt zum großen Showdown, bei dem ich mir nicht mehr sicher war, wie die Geschichte ausgehen wird.

Die Geschichte und die Auflösung der Geschichte um die Sekte fand ich sehr spannend, allerdings schafft Tess Gerritsen es auch hier den Leser noch einmal auf eine falsche Spur zu lenken. Sie schafft es aber gut, den Dreh zu bekommen und die Geschichte aufzulösen, ohne dass es zu konstruiert wirkt.

Tess Gerritsen hat einen sehr fesselnden Schreibstil. Sie schafft es, die Spannung immer hoch genug zu halten, dass man unbedingt weiterlesen muss.

Mein Fazit:
Ein spannender Fall bei dem Maura die Gelegenheit hat sich mal von einer anderen Seite zu zeigen. Die Autorin nutzt diese Gelegenheit und entwickelt die Figur der Maura Isles stetig weiter. Die Geschichte ist fesselnd und die eher düstere Umgebung des Tals trägt ihr übriges dazu bei, dass der Leser gefangen genommen wird. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen.

Reiheninfo:

Vielen Dank an und den Verlag Blanvalet für dieses Rezensionsexemplar.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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Ein Kommentar zu [Buchbesprechung] Totengrund – Tess Gerritsen

  1. Katie sagt:

    Schöne Rezension, der ich total zustimmen würde. Außer dass für mich nicht der Doug der Unsympath war, sondern die Mitarbeiter der Polizei von Wyoming. Ich habe das Buch auch von BdB bekommen und mich total gefreut, weil ich Tess Gerritsen sehr mag. Meine Rezension kommt nächste Woche 😉

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