[Buchbesprechung] Sträflingskarneval – Anette Eickert

Titel: Sträflingskarneval

Autorin: Annette Eickert

Verlag: AAVAA

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 305

 

Klappentext:
Mythos und Legenden eines uralten irischen Druidenordens treffen auf die harte Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Gefangen zwischen Intrigen und Machtkämpfen versuchen vier junge Menschen ihren Platz im Leben zu finden.
Der neue Großmeister der Druida Lovo ist besessen von absoluter Macht und sein Weg dorthin ist gepflastert mit Leichen. Ein altes druidisches Gesetz hilft ihm dabei. Aber noch ist er nicht am Ziel. Das Rätsel eines uralten Wegweisers verhindert momentan seinen Aufstieg, dessen Geheimnis er nicht alleine lösen kann. Daher bedient er sich grausamer Mittel und schreckt selbst vor Gewalt und Erpressung nicht zurück.
Ryan Tavish und seine Freunde stellen sich ihm mutig entgegen, wobei sie in die Schusslinie des Großmeisters geraten und um ihr Leben fürchten müssen.

Meine Meinung:
Annette Eickert schafft es, mit Sträflingskarneval einen Mystery-Thriller zu schaffen, die mich in ihren Bann ziehen konnte. In meinen Augen ist es mehr Thriller als Mystery, aber das tat der ganzen Sache keinen Abbruch. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund… ähm… die Schreibfeder und Kampf, Gewalt und Niedertracht kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Die Geschichte liest sich flüssig und schnell. Die entstehende Freundschaft zwischen den jungen Leuten wird schön dargestellt.

Mit Ryan hatte ich zu Beginn meine Probleme. Einerseits konnte ich nachvollziehen, dass er wegen des Mordes an seinem Großvater wütend ist, andererseits war er für meinen Geschmack zu unnachgiebig, zu hasserfüllt. Er war mir einfach unsympathisch. Schön dargestellt ist dann aber die Geschichte, wie Ryan langsam aber sicher erkennt, dass es wichtig ist, sich für andere einzusetzen und dass er dies auch tut, ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben. Schnell wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte um Ryan und Adain weitergeht.

Adain gefiel mir von Beginn an total. Auch wenn man erfährt, dass er vor seiner Verhaftung ein Snob war, der auf jeden herab geblickt hat, so hat man zunächst großes Mitleid mit ihm und gewinnt ihn schnell lieb.

Sträflingskarneval ist eine Geschichte, die zu fesseln weiß. An der einen oder anderen Stelle hätte man tiefer in die Gefühlswelt der Hauptpersonen, sowie in die Geheimnisse es Ordens einsteigen können, um den Leser noch mehr in den Bann der Geschichte zu ziehen. Was mich an dem Buch stört ist, dass ich auch nach dem Lesen des Buches immer noch nicht wirklich weiß, was dieser Druidenorden nun eigentlich ist, tut und will. Da hätte ich mir doch etwas eher Erklärungen gewünscht, worum es eigentlich geht. Warum ist man da Mitglied, was bringt es einem da Mitglied zu sein, welche Ziele hat der Orden? Genauso geht es mir mit ihren Gegenspielern, den Formori. Wer sind sie und was wollen sie? Ein paar mehr Erklärungen hätten hier gut getan, da es so doch für den Leser sehr oberflächlich bleibt, warum diese ganze Geschichte/ der Kampf stattfindet.

Das Buch bekommt von mir gute 3 Federn. Wer Thriller mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen, man sollte allerdings nicht zu zartbesaitet sein.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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