[Buchbesprechung] Soul Screamers 1 – Rachel Vincent

Titel: Soul Screamers – Mit ganzer Seele

Autorin: Rachel Vincent

Verlag: MIRA Taschenbuch

Erscheinungsjahr: 2011

 

 

Klappentext:
Sie kann keine Toten sehen, aber …
Sie spürt, wenn jemand in ihrer Nähe sterben wird. Und dann zwingt eine unbesiegbare Macht sie zu schreien, so laut sie kann.

Kaylee kann ihr Glück kaum fassen. Der schärfste Typ der Schule hat sie angesprochen! Nash hat die schönsten braunen Augen, die sie je gesehen hat. Als er sie auf die Tanzfläche zieht, glaubt Kaylee zu träumen. Aber das perfekte Date hat sie sich anders vorgestellt. Erst entdeckt sie ein Mädchen, das scheinbar von einem schwarzen Nebel umgeben ist. Dann wird Kaylee übel, und plötzlich lastet eine schreckliche Schwere auf ihr. Um nicht zu schreien, dass die Fensterscheiben zerspringen, rennt sie schweißgebadet raus. Wie peinlich! Nash muss sie jetzt für völlig verrückt halten. Doch seltsamerweise bleibt er ganz ruhig … Am nächsten Tag erfahren sie, dass das Mädchen tatsächlich tot ist. Bald sterben weitere. Und Kaylee ist die Einzige, die weiß, wen es als Nächsten trifft …

Meine Meinung:
Ich bin ziemlich hin und her gerissen. Die ersten Seiten, bis etwa zur Hälfte des Buches, war es ein absoluter Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Man wird schnell in die Handlung hineingeworfen und muss einfach immer weiterlesen um zu wissen was es mit der Gabe von Kaylee auf sich hat. Gut geeignet um den Leser festzuhalten ist auch der Charakter Nash. Er ist sofort sympathisch, aber etwas undurchschaubar, so dass man auch hier wissen möchte, was seine Beweggründe sind. Etwa ab Seite 134 wurde mir irgendwie langweilig. Kaylee erfährt, dass es die sogenannten Reaper gibt. Auch eine Neuerung, von der sie bis zu dem Zeitpunkt nichts gewusst hat, und es bewegt sie nicht wirklich. Sie redet sich mit einem von ihnen und die Unterhaltung plätschert so vor sich hin. Ich gestehe, dass ich an dieser Stelle (S. 156) das Buch erstmal ein paar Tage aus der Hand gelegt habe. Irgendwie reizte es mich nicht, die Geschichte weiter zu verfolgen. Ich habe mich dann zum Glück durchgerungen es wieder zur Hand zu nehmen. Ab Kapitel 12 wird das Buch wieder spannender und es lohnt sich weiter zu lesen und ab ca. Seite 245 wird es dramatisch. Ab hier konnte ich das Buch bis zum Ende wirklich nicht mehr aus der Hand legen.

Kaylee kommt mir als Charakter etwas seltsam (aber dennoch sympathisch) vor. Von Beginn an benimmt sie sich absolut widersprüchlich. Es sind zwei Menschen gestorben, sie hat eine merkwürdige Gabe, die sie nicht zuzuordnen weiß, aber woran sie die meiste Zeit denkt ist Nash. Sie macht sich sehr viele Gedanken über seinen tollen Körper. Außerdem knutscht sie recht schnell mit ihm, obwohl er als absoluter Frauenheld gilt und sie sich kurz zuvor noch vorgenommen hatte auf keinen Fall was mit ihm anzufangen und sein nächstes Betthäschen zu werden. Dafür, dass sie bisher ein völlig normaler Teenager war, der nicht wusste, dass es irgendwelche übernatürlichen Wesen gibt nimmt sie das alles viel zu locker. Man sollte doch meinen, dass sie ein bisschen geschockter und verwirrter ist. Das war für mich ziemlich unglaubwürdig. Die ganze Liebesgeschichte mit Nash wirkt für mich ehrlich gesagt etwas zu übertrieben. Zu jeder möglichen Gelegenheit wird rumgeknutscht und Kaylee denkt darüber nach, dass sie gerne mehr haben würde, als nur zu küssen. Erscheint mir in der Situation, in der sie sich gerade befindet, nicht glaubhaft und wirkt dadurch künstlich.

Nash war, wie gesagt, von Anfang an etwas undurchschaubar, aber nett. Er kümmert sich liebevoll um Kaylee, als die ihren ersten Anfall hat. Mir war er, wie auch bereits gesagt, sofort sympathisch. Später erfährt man dann auch, wieso er sich so gut mit der Gabe von Kaylee auskennt. Er bleibt die gesamte Geschichte durch der Charakter, der am beständigsten ist und dessen Handlungen am besten nachvollziehbar sind. Aber auch Todd war mir sofort sympathisch. Er ist ein Charakter mit Tiefgang. Seinen Beruf hat er eigentlich nie haben wollen, geht mit diesem aber jetzt professionell um. Einerseits gibt er seine Informationen nur für Gegenleistung preis, was ihn eigentlich unsympathisch machen müsste, aber andererseits wirkt er einsam und man hat einfach Mitgefühl mit ihm. Man weiß fast bis zum Ende des Buches nicht so recht was mit ihm los ist. Zum Ende hin habe ich ihn dann einfach liebgewonnen. Für mich die anrührendste Figur in diesem Buch.

Mein Fazit:
Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe, so dass ich denke, dass dieses Buch als „Vorgeplänkel“ ganz gut zu lesen ist. Um wirklich spannend zu bleiben muss die Reihe aber ab dem zweiten Band dringend an Fahrt aufnehmen. Das Buch bekommt von mir gute 3 Federn. Um 4 Federn zu bekommen hätte die Geschichte auch auf den ersten 240 Seiten etwas mehr von dem haben müssen, was auf den letzten 50 Seiten passiert.

Ich bedanke mich beim MIRA Taschenbuchverlag, von dem mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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