[Buchbesprechung] Rockoholic – C. J. Skuse

Skuse_RockoholicTitel: Rockoholic

Autorin: C. J. Skuse

Verlag: Chicken House

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 439

 

Klappentext:
Kreisch! Jodys Lieblingsband ist in der Stadt. Klar, dass sie schon 13 Stunden vor Konzertbeginn da ist. Denn sie muss unbedingt ganz vorne stehen. Es geht schließlich um Jackson, den tollsten aller Leadsänger. Allerdings ist Jody nicht die Einzige und in dem ganzen Gedränge und Geschubse kippt sie einfach um, knallt auf den Boden und anstatt vor der Bühne zu stehen, wacht sie Backstage auf einer Liege auf. Schlimmer kann es nicht werden. Außer – man entführt einen Rockstar, versteckt ihn in der Garage und versucht so zu tun, als habe man alles im Griff.

Meine Meinung:
Ich bin hin und her gerissen, wie ich dieses Buch finden und vor allem rezensieren soll. Einerseits habe ich das Buch insgesamt schnell gelesen und mochte es auch nicht so richtig aus der Hand legen. Andererseits fehlt mir irgendwie die große Erkenntnis, der „Peng“ in diesem Buch. Außerdem ist die Geschichte insgesamt recht unrealistisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 16jähriges Mädchen einen gefragten Rockstar so einfach entführt und ihn dann auch noch längere Zeit in ihrer Garage verstecken kann ist schon sehr weit hergeholt. Aber, was soll´s? Dem Lesevergnügen tat das keinen Abbruch.

Zunächst zum Schreibstil, der sehr flüssig und eingängig ist. C. J. Skuse hat einen sehr bildhaften Schreibstil, der es mir leicht macht, mir die Figuren und Orte vorzustellen.

Jody ist 16 Jahre alt und mit der ganzen Situation, die sich nach der Entführung ergibt ist sie (logischerweise) völlig überfordert. Sie ist ein typischer in einen Star verliebter Teenager, der nicht sieht, dass auch dort nur ein normaler Mensch auf der Bühne steht, der nicht weniger Probleme hat als jeder von uns. Ihr unendliche Bewunderung für Jackson ist manchmal direkt grotesk. Aber, auch Jody lernt im Laufe des Buches dazu und wird ein Stück weit erwachsen.

Mac ist der Fels in der Brandung. Wenn Mac nicht wäre, dann wäre einfach alles den Bach runter gegangen. Er hält alles zusammen, er weiß, was zu tun ist und ist immer für Jody da. Mac ist der Charakter, der sich am wenigsten entwickelt, aber das braucht er auch nicht. Er ist einfach ein toller Kerl, der von Anfang an mit beiden Beinen im Leben steht. Mac ist der Charakter, den ich am meisten lieb gewonnen habe, neben seiner süßen Schwester Cree.

Jackson ist der Charakter, der die größte Wandlung durchmacht. Er hat mir von der Beschreibung her daher auch am besten gefallen. Man bekommt viele Einblicke in sein Seelenleben, in das, was er durchgemacht hat. Er bringt Jody dazu, über den Fanatismus der so genannten Fans nachzudenken. Wie er mit Cree umgeht ist irgendwie rührend.

Das Buch ist auf keinen Fall die leichte, fluffige Geschichte, die ich nach Klappentext und Leseprobe erwartet hatte. Die Charaktere müssen sich mit Drogen, Krebserkrankung, den Schattenseiten des Rockstardaseins und Vielem mehr herumschlagen. Dieses Buch hat mir doch das eine oder andere Mal zu denken gegeben und mich schlucken lassen.

Was mir richtig gut gefallen hat war die Szene auf Seite 400/ 401. SPOILER zum lesen markieren Auch wenn Jody über ihre Schwärmerei für Jackson hinweg ist, so ist diese Szene das romantischste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Ich hatte direkt Gänsehaut.

Von mir gibt es knappe 4 Federn für ein Buch, welches nicht nur unterhält, sondern auch zum nachdenken anregt.

Vielen Dank an die Buchbotschafter und den Verlag Chicken House für dieses Rezensionsexemplar.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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2 Kommentare zu [Buchbesprechung] Rockoholic – C. J. Skuse

  1. Regina sagt:

    Du hast knappe vier Federn gegeben, ich bei mir gute drei Brillen. Ich weiß nämlich auch nicht genau, was ich davon halten soll.
    Die Szene, die du nennst, fand ich auch toll, richtig anrührend, eigentlich sogar das Beste in dem Buch.
    Es ist so ein Buch, wo man nicht genau sagen kann, was man denkt.

    Liebe Grüße
    Chimiko

  2. Reni sagt:

    Hey Yvonne,

    ich musste dann gleich mal deine Rezi zum Buch lesen. Wirklich sehr schön geschrieben und die Stelle auf Seite 400/401 hat mir auch sehr gut gefallen. Die letzten Kapitel waren sowieso die besten für mich und ja, Mac ist schon ein klasse Typ! Besonders zu Anfang, wo er mit Jody zum Konzert fährt und ewig auf sie wartet, ins Kino geht etc. Da war ich schon ein kleines bisschen verliebt in ihn. 🙂

    Liebe Grüße
    Reni

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