[Buchbesprechung] Regenbogenträume – Alice Peterson

Titel: Regenbogenträume

Autorin: Alice Peterson

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsjahr: 2005

Seiten: 363

 

Klappentext:
Katie scheint alles zu haben, was man sich nur wünschen kann: Sie lebt mit dem Mann ihrer Träume zusammen und führt ein erfolgreiches Modegeschäft. Doch eines Tages holt das wahre Leben sie ein. Ihre Eltern bitten sie, ihre jüngere Schwester Isabel für zwei Wochen zu sich zu nehmen. Isabel ist anders – sie passt nicht in Katies perfekte Welt. Denn sie hatte nicht das Glück, gesund auf die Welt zu kommen. Katie ist vollkommen überfordert. Durch Isabels Besuch wird ihr Alltag zur Achterbahnfahrt …

Meine Meinung:
Als ich das Buch in die Hand nahm dachte ich, dass es seichte Lektüre für zwischendurch sei. Ein lustiges Buch mit einem ernsten Hintergrund zum wegschlürfen. Beim Lesen wandelte sich meine Meinung sehr schnell. Das Buch liest sich sehr flüssig und ist an der einen oder anderen Stelle auch lustig, aber vor allem macht es sehr nachdenklich. Es ist, wenn man sich darauf einlässt keine einfache Lektüre.

Katie hat mich zuerst einfach nur unglaublich wütend gemacht. Sie lebt in einer Welt voller Glamour und verleugnet ihre behinderte Schwester, wenn sie kann. Weder ihr Lebensgefährte, noch ihre Freunde wissen von Bell. Als Bell bei ihr einziehen muss, weil die Eltern mal eine Auszeit brauchen sträubt sich Katie mit Händen und Füßen dagegen. Im Laufe des Buches wandelt sich das Verhältnis zu ihrer Schwester allerdings mehr und mehr. Dies geht nicht von jetzt auf gleich von statten, sondern in kleinen Schritten mit vielen Rückschlägen. Dadurch wirkt de gesamte Geschichte sehr authentisch.

Sam, Katies Lebensgefährte, ist einfach nur ein unsympathischer Kotzbrocken ohne Einfühlungsvermögen. Er versucht gar nicht erst sich mit Bell auseinanderzusetzen, sondern möchte sie möglichst schnell wieder aus dem Haus haben. SPOILER zum lesen markieren Im Laufe des Buches erfährt man dann auch noch, dass er Katie betrügt.

Katie und Bell lernen Mark kennen. Einen Lehrer, der sehr einfühlsam auf Bell eingeht und den ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe. Natürlich kommt auch die Liebesgeschichte mit einigen Wirren nicht zu kurz, denn es handelt sich ja immer noch um einen Frauenroman 😉

Alles in allem öffnet das Buch vor allem dafür die Augen, dass für und mit einem behinderten Menschen für und völlig alltägliche Dinge, wie einkaufen gehen oder ins ein Restaurant gehen, schwierig sind. Katie und Bell werden in vielen Läden sehr unhöflich behandelt. Sie werden angestarrt und es wird über sie den Kopf geschüttelt. Diese Situationen sind für beide nicht einfach. Das Buch weckt Mitgefühl und versucht Verständnis für die Situation behinderter Menschen beim Leser zu erreichen.
Außerdem zeigt es auf, wie wichtig Familie und der Zusammenhalt ist.

Ein starkes Buch, der seichten Frauenunterhaltung, welches sich deutlich von anderen Büchern dieses Genres abhebt. Die Geschichte hat mich voll in ihren Bann gezogen und bekommt von mir 4 Federn.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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