[Buchbesprechung] Rabenschwarz – Alexander Felden

Felden_rabenschwarzTitel: Rabenschwarz

Autor: Alexander Felden

Verlag: Eigenverlag

Seiten: 331

 

Klappentext:
Ian Courtsham ist Schüler an einer englischen Schule und hat Probleme wie jeder Teenager. Sein Klassenkamerad Terry Paxton und dessen Kumpane drangsalieren ihn, seine beste Freundin Amber weckt seit Kurzem ganz neue Gefühle bei ihm und seine verhasste Englischlehrerin Miss Parks macht ihm das Schülerleben zur Hölle.

Wie angenehm ist da die Ankündigung des sympathischen Geschichts­lehrers Mister Schwarz, der sich ein ganz besonderes Ziel für den Klassen­ausflug ausgedacht hat. Ausgerechnet nach Blackrock Manor soll es gehen, jenem unheimlichen Gemäuer, das vor knapp fünfzig Jahren teilweise nieder­gebrannt ist.

Damals war Blackrock Manor noch ein Hotel, lauschig mitten in den Wäldern gelegen. Eines Nachts aber soll der angeblich geisteskranke Hotelbesitzer Alistair Grayborne sein eigenes Hotel in Brand gesetzt und damit sich selbst, seine Frau und seine beiden Kinder getötet haben. Seit jener Nacht munkelt man, dass etwas in dem Gemäuer umgehe. Von Erscheinungen ist die Rede, von gespenstischen Lichtern und von geisterhaften Kinderstimmen, die des Nachts zu hören seien.

Was ist dran an den Gerüchten? Dem will der ambitionierte Geschichts­lehrer mit seiner Klasse auf den Grund gehen. Natürlich glaubt niemand an einen tatsächlichen Spuk, aber bald schon häufen sich unerklärliche Vorkommnisse, kaum, dass die Klasse ihr Ausflugsziel erreicht hat. Ein un­heimlicher Rabe scheint das halb verfallene Hotel als sein Revier zu betrachten und scheut auch nicht davor zurück, die Kinder zu attackieren.

Und was hat es mit Mister Bright, jenem hünenhaften Schotten auf sich, der sich als Angler ausgibt und wohl nicht ganz zufällig in der Nähe des alten „Spukhotels“ auftaucht?

Jede Erkenntnis, die die jungen Forscher zu Tage fördern, wirft neue Fragen auf, bis schließlich der Gedanke an Geister gar nicht mehr so weit her­geholt scheint. Oder aber irgendjemand hat einen gewaltigen Aufwand betrie­ben, um neugierige Besucher möglichst bald von dem Hotel zu vertreiben…

Meine Meinung:
Das Cover ist toll gewählt. Es macht neugierig auf diesen düsteren, „rabenschwarzen“ Roman.

Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich am Anfang, dass die wörtliche Rede jeweils kursiv geschrieben ist. Ich habe mich im Laufe des Buches zwar einigermaßen daran gewöhnt, aber mich persönlich unterbricht es dennoch immer wieder im Lesefluss.

Die Geschichte startet mit ausführlichen, aber nicht langgezogenen Vorstellungen der Charaktere. Wir lernen die verschiedenen Schüler z. T. mit ihren Eltern und die wichtigen Lehrer kennen. Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass ich keine Probleme hatte mir die Schule und die Personen vorzustellen. Hier hätte ich mir allerdings alles etwas straffer gewünscht, da ich ein bisschen Probleme hatte an der Geschichte dran zu bleiben.

Richtig spannend, und ab da konnte ich das Buch aus nicht mehr aus der Hand legen, wird die Geschichte, als die Jungs und Mädchen nach Blackrock Manor aufbrechen. Der Schreibstil von Alexander Felden ist in der ersten Hälfte nicht wild nach Aufmerksamkeit heischend, sondern sogar eher ruhig. Aber, es passiert so viel, sowohl unter den Schülern, als auch Unheimliches im alten Hotel, dass ich von einer Gänsehaut in die nächste geworfen wurde. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt: Was verdammt nochmal stimmt mit David nicht? Auch Mister Schwarz war mir nicht unbedingt sympathisch, dabei wird er gar nicht unsympathisch dargestellt. Die Schüler mögen ihn und er wirkt vordergründig auch sehr freundlich. Aber irgendwie hat er mir von Anfang an Angst gemacht.

Im zweiten Teil schafft es der Autor dann wirklich grauenhaft atemlose Spannung zu erzeugen. Ab hier wird auch klar, dass es sich nicht nur um einen Thriller, sondern einen Mystery-Thriller handelt. Die Geschichte spitzt sich nach und nach zu uns man wird Zeuge des Grauens, welches mich total in den Bann gezogen hat. Das Einzige, was mir etwas „to much“ war, waren ACHTUNG Spoiler, zum lesen markieren die Skelette. Da dachte ich: Och nö, das muss nun echt nicht sein, das ist irgendwie so gewöhnlich. Aber, es tat dem Lesevergnüngen keinen Abbruch.

Was mir an dem Buch auch richtig gut gefallen hat ist, dass der Autor sich nicht in Widersprüche verstrickt hat. Die Story ist logisch (soweit man bei Mystery von logisch reden kann) aufgebaut und in sich absolut schlüssig.

Ich habe das Buch sehr genossen und bedanke mich bei Kerstin von Kastanies Bücherblog und Alexander Felden herzlich für dieses Rezensionsexemplar mit der sehr netten Widmung. Von mir gibt es gute 4 Federn und eine Leseempfehlung.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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Ein Kommentar zu [Buchbesprechung] Rabenschwarz – Alexander Felden

  1. Kerstin sagt:

    Danke für die tolle Rezension 🙂

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