[Buchbesprechung] Pretty (Erkenne dein Gesicht) – Scott Westerfeld

Westerfeld_PrettyTitel: Pretty – Erkenne dein Gesicht (Ugly – Pretty – Special; Band 2)

Autor: Scott Westerfeld

Verlag: Carlsen

Erscheinungsjahr: 2007

Seiten: 390

 

Klappentext:
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit – und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden …

Meine Meinung:
Mich konnte Band 2 noch etwas mehr fesseln als Band 1. Scott Westerfeld spinnt seine Welt stringent weiter. Dadurch, dass Tally nun eine Pretty ist erfahren wir ein bisschen mehr über das Leben der Pretties. Langsam komme ich ein bisschen mehr dahinter wie diese Welt funktioniert.

Sehr schön dargestellt fand ich die erneute Verwandlung von Tally. Durch die Operation und die erhaltene Läsion kann sie sich kaum noch an das Leben in der Wildnis und gar nicht mehr an David erinnern. Sie ist nun eine echte Pretty, die wieder neu herausfinden muss wer sie ist und wo sie hin will. Sie fängt also erneut an ihre Welt zu erfahren und zu erkennen. Tally ist mir allerdings insgesamt etwas zu wankelmütig. Mal will sie dies, mal will sie das. Steht die eigentlich wirklich für ihre Freunde ein, oder denkt sie nur an sich selbst? Ich bin mir da inzwischen nicht mehr so sicher. Ich persönlich würde mein Schicksal nicht in ihre Hände legen, weil ich Angst hätte, dass sie mich im Stich lässt wenn es darauf ankommt.

Zane hat mir als Charakter gut gefallen. Er ist stark, er steht für seine Überzeugung ein und er ist mutig. Er ist der Anführer der Krims, einer angesagten Clique in Prettytown.

Langsam fängt mich allerdings das Wort „prickelnd“ ein bisschen an zu nerven. Prickelnd kann irgendwie alles und nichts bedeuten. Überwiegend steht es für den Zustand, wenn ein Pretty ein bisschen an seinem hohlen Selbst, an seinem verwaschenen Gehirn vorbei schaut und die Welt um sich herum erkennt. Das Ziel der „Widerständler“ ist es somit möglichst oft und lange prickelnd zu sein, damit sie ihre Pläne schmieden können und nicht im Alltagstrott der Pretties ihr Leben einfach vor sich hin leben. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass es auch etwas anderes bedeutet, denn es scheint das Ziel aller Pretties zu sein, prickelnd zu sein. Warum das so ist habe ich nicht verstanden. Und dies lässt mich eben auch wieder, genau wie bei Band 1, zu der Kritik kommen, dass Scott Westerfeld seine Welt nicht genug erklärt um den Leser vollständig mitzunehmen.

Das Ende hält wieder einen Cliffhanger bereit, der es in sich hat. Zum Glück konnte ich gleich mit Band 3 weitermachen. Auch für diesen Band gibt es von mir 3 Federn. Ein Durchschnittsbuch, welches sich schnell und flüssig lesen lässt, in das man aber nie so ganz eintauchen kann, da die Welt ein bisschen verworren ist und die Hauptperson schwer zu verstehen.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2014, Rezension
Tagged , , , ,

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen