[Buchbesprechung] Mit uns der Wind – Bettina Belitz

Belitz_mit_uns_der_windTitel: Mit uns der Wind

Autorin: Bettina Belitz

Verlag: Script 5

Erscheinungsjahr: 2015

Seiten: 400

 

Klappentext:
Wie findet man unter den 80.000 Besuchern von Rock am Ring den einen, den man liebt? Bestsellerautorin Bettina Belitz, bekannt durch ihre Splitterherz-Trilogie erzählt eine Liebesgeschichte über Hingabe und Kontrolle und die Lust am Fliegen.

Mona kennt ihn nur von den Videos auf YouTube. Es berührt sie tief, wenn er sich mit seinem Power-Kite der Willkür des Windes überlässt. Als sie herausfindet, dass ihr „Drachenreiter“ ein populäres Rockmusikfestival besuchen will, überredet Mona ihren Bruder Manuel, sie dorthin mitzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit für Mona, denn sie leidet unter einer seltenen Form von Narkolepsie: Sie schläft bei aufregenden Gefühlen regelmäßig ein.
Eigentlich fährt Adrian nur zu dem Festival, weil er endlich bei der schönen Helen landen will. Doch dann läuft ihm dieses zierliche Mädchen mit dem Drachentatoo über den Weg. Ziemlich hübsch die Kleine, aber als sie endlich in seinen Armen liegt, schläft sie plötzlich ein. Wie merkwürdig ist das denn?

Meine Meinung:
Ich habe mich total auf diese Geschichte gefreut, da mich der Klappentext total ansprach und wurde wahrlich nicht enttäuscht.

Mona war mir von der ersten Seite an total sympathisch. Sie hat sich da in jemanden verguckt (Han-Ryu) und spürt durch ihre intensiven „Träume“ eine Verbindung zu ihm. Sie will ihn kennenlernen und hofft, dass ihr das auf dem Festival gelingt. Ich finde das irgendwie romantisch. Sie tut mir aber auch irgendwie leid, denn sie wird von ihren Eltern und ihrem Bruder in ihrem Leben extrem eingeengt. Über die Geschichte hinweg tut Mona viele Dinge, die man nachvollziehen kann, sie versucht aus ihrem goldenen Käfig auszubrechen, aber auch einige Dinge, die ich nicht nachvollziehen bzw. nicht gutheißen konnte. D

Auch Adrian ist ein sehr sympathischer Kerl. Er wirkt manchmal etwas geheimnisvoll, aber insgesamt habe ich ihn als sehr sensiblen jungen Mann empfunden.

Manuel fand ich von Beginn an eher unsympathisch und meine Meinung hat sich bestätigt. Meiner Ansicht nach ist Manuel ein, durch die Umstände vielleicht auch dazu gemacht, psychisch kranker junger Mann. Er richtet sein ganzes Leben auf seine Schwester aus und überschreitet dabei Grenzen, die er nicht überschreiten dürfte. Sicher sind seine Eltern daran nicht unschuldig, da auch sie ihr Leben voll aus Monas Krankheit ausgerichtet haben und Manuel so vielleicht sogar dazu getrieben haben, Mona zu bevormunden. Gerade in den letzten Szenen in seinem und Monas Elternhaus wird dies extrem deutlich.

Die Geschichte fand ich im Ganzen sehr berührend und mitreißend. Ich habe mir Mona mitgefiebert, sie über das Festivalgelände begleitet, mich gefreut, als sie neue Freundinnen gefunden hat, die ihr beistehen. Es gab aber auch einige Stellen, die mir nicht so gut gefallen haben, da ich sie ein bisschen unrealistisch fand z. B. die ersten körperlichen Annäherungen von Mona und Adrian gingen mir viel zu schnell.

Die Abschnitte über den Drachen fand ich im nachhinein, wenn man die ganze Geschichte kennt sehr stimmig. Ich muss aber auch gestehen, dass sie mir beim Lesen einen Tick zu esoterisch waren. So richtig konnte ich damit nichts anfangen.

Ich liebe die Geschichte wirklich. Der Schreibstil ist wundervoll berührend und reißt den Leser in die Geschichte hinein. Die Figuren sind mit sehr viel Tiefe gezeichnet und wissen zu polarisieren. Von mir gibt es 5 Federn und eine Leseempfehlung.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2015, Rezension
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