[Buchbesprechung] Kyria & Reb (Band 1) – Andrea Schacht

Schacht_kyria_reb_1Titel: Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt (Band 1)

Autorin: Andrea Schacht

Verlag: Egmont Ink

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 392

 

 

Klappentext:
Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Alles geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems „New Europe“. Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebellen aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Aber schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie vernichten zu wollen. Zum Glück hat sie Freunde an ihrer Seite – und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt …

Meine Meinung:
Ich habe das Buch bei Nachtgezwitscher gewonnen und frage mich wirklich, warum ich es nicht schon viel früher gekauft und gelesen habe. Ich war von der ersten Seite angefesselt.

Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Frauen haben die Herrschaft übernommen. Die Männer sind zu Hausmännern degradiert. Eigentlich ist die von der Autorin geschaffene Gesellschaft der unseren gar nicht so unähnlich. Der einzige Unterschied sind die vertauschten Rollen. Andrea Schacht schafft es, dem Leser mit diesem Werk das vor Augen zu führen, was  in unserer Gesellschaft zum Teil schief läuft. Ich denke, dass es mir auch deswegen so leicht fiel, mich in die Geschichte einzudenken. Die gesamte Geschichte ist gut und leicht nachvollziehbar.

Lesern, die mehr Action gewöhnt sind, wird diese Geschichte vielleicht zu langweilig sein. Eigentlich passiert recht wenig. Andrea Schacht wirft ihren Protagonisten recht wenig Steine in den Weg. Ein bisschen mehr Action hätte der Geschichte sicher nicht geschadet, aber sie war nicht zwingend notwendig. Auch so habe ich mit angehaltenem Atem mitgefiebert, was Kyria und Reg alles auf ihrem Weg erleben.

Kyria ist eine wunderbare Protagonistin. Sie wächst überbehütet in der privilegierten Gesellschaft auf, schafft es aber sehr schnell, sich auch der anderen Lebensweise der Menschen im Reservat anzupassen. Auf mich hat dieser Wandel aber zu keiner Zeit aufgesetzt gewirkt. Sie musste sich anpassen um zu überleben und sie tat es. Natürlich sickte sie zwischendurch immer wieder rum und ein ums andere Mal kam sie auch nicht sofort zurecht.  Aber, wäre dies nicht so gewesen, dann wäre es auch unglaubwürdig gewesen.

Reb ist mir ebenso ans Herz gewachsen, wie Kyria. Er muss sich seit seinem zehnten Lebensjahr alleine durchschlagen. Einerseits hat ihn dieses Leben hart gemacht, andererseits blitzt auch immer wieder seine Empfindsamkeit durch. Manchmal hätte ich ihn schütteln können und dann wieder in den Arm nehmen.

Die Liebesgeschichte um Kyria und Reb hält sich sehr dezent im Hintergrund. Ich persönlich hätte mir hier noch ein bisschen mehr Gefühl gewünscht, aber ich hoffe, dass ich damit vielleicht im 2. Band beglückt werde.

Ich habe jede einzelne Seite genossen und Band 2 habe ich inzwischen schon angefangen. Ich bin gespannt, wie es mit Kyria und Reb weitergeht.

5 verdiente Federn von mir für dieses Buch.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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