[Buchbesprechung] Kiss me, kill me – Lucy Christopher

Christopher_kiss_me_kill_meTitel: Kiss me, kill me

Autorin: Lucy Christopher

Verlag: Chicken House

Erscheinungsjahr: 2014

Seiten: 373

 

Klappentext:
Das kann nicht sein! Niemals hat Emilys Vater das Mädchen umgebracht, auch wenn alles gegen ihn spricht. Emily ist von seiner Unschuld überzeugt, aber sie weiß nicht, was wirklich im Wald passiert ist. Der Wald, in dem ihr Vater die tote Ashlee gefunden hat. Der Wald, in dem es dunkle Pfade und verbotene Spiele gibt. Der Wald, in dem Damon sich plötzlich mit ihr treffen will, obwohl er sie bisher keines Blickes gewürdigt hat. Emily muss vorsichtig sein, denn Damon war Ashlees Freund. Vielleicht will er sich rächen. Vielleicht ist da aber auch tatsächlich etwas – zwischen ihm und ihr. Und vielleicht kann Emily sogar herausfinden, was wirklich geschehen ist.

Meine Meinung:
Das Cover macht auf jeden Fall schon mal Lust auf mehr. Der düstere Wald, in den man förmlich hinein gezogen wird schafft eine gruselige Atmosphäre.

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Damons und Emilys Sicht erzählt. Dadurch konnte man sich gut in beider Seelenleben hinein versetzen. Bei Damon fiel mir das allerdings etwas schwerer als bei Emily. Er ist ein sehr zorniger junger Mann, der nicht rational denkt und handelt.

Die Protagonistin, Emily war mir sofort sympathisch. Ich hatte totales Mitleid mit ihr und fand die Aktion, wie sie am Anfang ihren Vater vor Damon verteidigt hat, extrem stark und mitreißend. Im Laufe der Geschichte fand ich sie allerdings auch manchmal etwas nervig. Sie will nur das glauben, was sie gerade denkt und selbst ihr guter Freund Joe war ihr oft zu viel. Sie steht allerdings auch unter extrem großem Streß.

Sehr deutlich macht der Thriller klar, dass man erst in Zeiten größter Not merkt, wer die wahren Freunde sind, und wer sich abwendet. Emily muss dies sehr leidvoll erfahren. Einzig Joe erweist sich als wahrer Freund, obwohl sie ihn immer wieder wegstößt.

Insgesamt handelt es sich hier um einen wirklich spannenden Jugendthriller. Immer wieder gerät man mit Emily oder mit Damon ins Zweifeln. Hat Emilys Vater Ashlee umgebracht oder hat er vielleicht doch nicht? Die Auflösung des Falls ist interessant, da man darauf so nicht gekommen wäre. Dadurch, dass dieses „Spiel“ vorher aber nicht wirklich eingeführt oder wenigstens mal erwähnt wird erscheint das Ende auch ein kleines bisschen konstruiert. Ich war hin und her gerissen, was ich davon halten soll, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass es okay ist, da die Geschichte von Emily und Damon erzählt wird, die beide nichts wissen und nicht von einem allwissenden Erzähler.

Leider führt auch der Klappentext eher in die Irre. Der zitierte Absatz kommt zwar im Buch vor, allerdings dann doch eher in einem anderen Zusammenhang, als das, was beim lesen so aus dem Zusammenhang gerissen an Bildern in meinem Kopf entstanden ist. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich gedacht, dass es sich um einen richtigen Psychothriller handelt. Das war dann jedoch nicht der Fall.

Von mir gibt es 3 Federn für einen spannenden Jugendroman, der für einen Thriller noch etwas mehr Thrillerelemente hätte enthalten dürfen.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2014, Rezension
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