[Buchbesprechung] Herz über Kopf – Phoebe Ann Miller

Miller_Famous_1Titel: Herz über Kopf (Famous; Band 1)

Autorin:Phoebe Ann Miller

Verlag: Amrun

Erscheinungsjahr: 2016

Seiten: 417

 

Klappentext:
Sara hat einen Job, Familie und Freunde und ist tief in ihrer Heimat Bamberg verwurzelt. Als rationaler Mensch folgt sie stets ihrem Kopf, bis sie Cooper trifft, der ihren Verstand lahmlegt. Doch nicht nur die Entfernung erschwert eine Beziehung zu dem berühmten Schauspieler, auch die oberflächliche Glitzerwelt Hollywoods und aufdringliche Paparazzi stellen ihre Liebe auf eine harte Probe. Wird Sara für Cooper ihr Leben ändern oder zerbricht sie im Scheinwerferlicht?

Meine Meinung:
Ich bin süchtig nach dieser Geschichte und muss jetzt noch bis März 2017 auf den nächsten Band warten. Wie soll ich das aushalten? 😉 Mich macht es ja manchmal etwas stutzig, wenn ein Buch nur gute Rezensionen hat, aber hier muss ich sagen: Sie sind alle verdient. Ich kann mich nur anschließen: Ich liebe die Geschichte.

Sara hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist nicht die typische, vom Leben enttäuschte Frau, die sich alles gefallen lässt und nur mit Mann glücklich sein kann. Sie ist liebevoll, vielseitig, steht mit beiden Beinen im Leben. Sie ist aber auch schwach und überfordert von dem, was sie an Coopers Seite erlebt. Sie ist menschlich. Ja, genau das hat mir an ihr gefallen. Sie ist das Mädchen von nebenan, dass ich tatsächlich kennen könnte. Sie wuchs mir innerhalb von wenigen Seiten ans Herz und erschlich sich meine Liebe, mein Mitgefühl, meine Bewunderung.

Cooper hat mir auch gut gefallen. Die Szenen, in denen er für Sara da war, waren super. Man spürt seine Liebe, seine Angst, Sara zu verlieren. Ich fand es toll, dass er so bodenständig ist, so wenig abgehoben und sie entspannt, was die Presse und eine eventuell schlechte Presse angeht. Wenn er allerdings nicht für Sara da war, habe ich ihn weniger gut verstanden. Ich habe ein bisschen ein zwiegespaltenes Verhältnis zu ihm, da er einerseits als so einfühlsam dargestellt wird, andererseits aber ein ums andere Mal nicht merkt, wie es Sara geht.

Die Nebenfiguren waren alle toll gezeichnet. Sie alle habe ich total in mein Herz geschlossen. Angefangen von Sara Papa, ihrer besten Freundin Melanie, bis hin zu Paul und auch Don und Simon. Ich liebe sie alle, weil sie einfach toll sind, bei allen Schwächen, die auch sie haben.

Der „Krieg“ mit der Presse wurde sehr gut dargestellt. Ich selber lese diese Klatschzeitschriften nicht und finde es furchtbar, dass Menschen so bis in ihr Privatleben hinein verfolgt werden. Mir persönlich erschließt sich auch nicht (mehr), wieso man Menschen, nur weil sie vielleicht Schauspieler, Sänger oder Sportler sind, so verfolgen und deren private Geschichten ausschlachten muss. Da man Sara hier so nahe ist, bekommt man hautnah zu spüren, wie schrecklich es ist, wenn man von der Presse verfolgt wird.

Die Geschichte ist spannend und weist keine Längen auf. Sie wird stringent erzählt und hält doch einige Wendungen bereit. Mal vorhersehbar, mal weniger vorhersehbar, aber auf jeden Fall nie langweilig. Der Schreibstil von Phoebe Ann Miller ist bildhaft und sehr lebendig. Ich sah alle Figuren und Orte vor mir und hatte wirklich ein starkes Kopfkino. Außerdem ist der Schreibstil sehr gefühlvoll. Bei mir kamen alle Gefühle voll an. Liebe, Trauer, Wut. Eine Achterbahn der Gefühle habe ich auf den gut 400 Seiten durchlebt.

Von mir gibt es 5 Federn und auf jeden Fall eine Leseempfehlung, wenn ihr Liebesromane mögt. Eine interessante Story, die mit starken Protagonisten aufwartet und süchtig macht.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2016, Rezension
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