[Buchbesprechung] Everflame – Josephine Angelini

Angelini_Everflame_FeuerprobeTitel: Everflame – Feuerprobe (Band 1)

Autorin: Josephine Angelini

Verlag: Dressler

Erscheinungsjahr: 2014

Seiten: 480

 

Klappentext:
Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser »Crucible« ist Lillian. Sie ist Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst und einer unerwarteten Liebe.

Meine Meinung:
Das Buch startet von der ersten Seite an sehr stark. Die Hauptperson, Lily war mir vom ersten Satz an sympathisch und so war ich direkt bei ihr. Dadurch, dass Lily von Josephine Angelini auf den ersten 50 Seiten bereits in mehrere Situationen geworfen wird, die mich haben den Atem anhalten lassen, schaffte es die Autorin, dass ich dran bleiben wollte. Ich musste unbedingt wissen, wie es Lily ergehen wird.

Lily ist überhaupt ein sehr starker und ein sehr fesselnder Charakter. Ich empfand sie als sehr standhaft. Sie steht für ihre Überzeugungen genauso ein, wie sie es schafft, sich selbst immer wieder einzufangen. Sie könnte in der Parallelwelt, in die sie gerät, große Macht habe und diese auch ausüben. Josephine Angelini gelingt es sehr schön, den inneren Kampf Lilys darzustellen. Macht macht süchtig, Macht verlockt, jeden! Aber es ist an uns, dieser Macht zu widerstehen und das Richtige zu tun.

Rowan gefiel mir als Charakter auch ausnehmend gut. Auch bei ihm schafft es die Autorin seinen inneren Zwiespalt gut darzustellen. Ich habe stellenweise sehr mit ihm gelitten, weil er mir einfach so schnell ans Herz gewachsen war.

Lilian war die Figur, die mir am fernsten geblieben ist. Über ihre Motive, ihre Ziele oder das, was sie antreibt erfahren wir kaum etwas. Zum Ende hin fing es an ein bisschen klarer zu werden, aber so ganz richtig logisch erschien mir die Erklärung, warum sie handelt, wie sie handelt nicht. Ich erhoffe mir da im zweiten Band deutlich mehr Einblick nehmen zu dürfen, so die Geschichte denn weiter in dieser Welt spielt.

Tristan war für mich zunächst schwer einzuschätzen. Einerseits empfand ich ihn als sehr liebevoll und aufmerksam, andererseits tat er Dinge, die mich ihn wirklich haben verachten lassen. Durch diesen Zwiespalt in den ich geriet war er für mich irgendwie schwer greifbar. Sein „anderes Ich“ war mir weitaus sympathischer.

Die Geschichte entwickelt sich stetig vorwärts ohne jedoch zu schnell zu werden. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Probleme hatte ich allerdings zunächst damit, mich in der Welt zurecht zu finden. Einerseits wirkt es, als sei die Welt der unseren um Jahrhunderte voraus, dann aber wieder wirkt sie wie im Mittelalter stehen geblieben. Aber auch hier schafft die Autorin es durch Erklärungen sehr gut, den Leser einzufangen und mitzunehmen. Nach und nach erschloss sich mir diese Welt immer mehr. Josephine Angelini hat es geschafft, auch das Unglaubliche um die Hexen und ihre Macht logisch erscheinen zu lassen. Alles war nachvollziehbar, nirgends habe ich einen logischen Bruch gefunden.

Insgesamt handelt es sich um einen extrem guten Auftakt einer Trilogie, der mich gefesselt und voller Neugier auf den zweiten Band zurückgelassen hat, obwohl er, wie ich finde, ohne großen fiesen Cliffhanger auskommt. Von mir gibt es verdiente 5 Federn.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2014, Rezension
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