[Buchbesprechung] Eine Träne hat mich gerettet – Angele Lieby

Lieby_Eine_traene_hat_mich_gerettetTitel: Eine Träne hat mich gerettet

Autorin: Angele Lieby

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsjahr: 2014

Seiten: 206

 

Klappentext:
Wegen starker Kopfschmerzen wird Angèle Lieby in die Notaufnahme gebracht. Als sie das Bewusstsein verliert, versetzt man sie in ein künstliches Koma, aus dem sie nicht mehr aufwacht. Die Ärzte erklären sie für tot und raten dem Ehemann, die Beerdigung vorzubereiten. Doch Angèle lebt. Eingesperrt in ihrem Körper leidet sie höllische Qualen. Erst als ihre Tochter sie anfleht, nicht zu gehen, rinnt ihr eine einzige Träne über die Wange. Dieses kleine Lebenszeichen ist ihre Rettung. Mit Hilfe der Familie kämpft sie sich Schritt für Schritt zurück ins Leben.

Meine Meinung:
Über einen Tatsachenbericht eine richtige Rezension zu schreiben ist schwierig, aber, ich will euch dieses Buch unbedingt ans Herz legen. Von der ersten Seite an hatte mich diese Geschichte, dieser Schicksalsschlag, gefangen genommen. Angele schildert sehr eindrucksvoll ihre Erfahrungen, als sie mit starken Kopfschmerzen in die Notaufnahme eingeliefert wird und dann beim aufwachen in ihrem Körper gefangen ist. Sie kann sich nicht rühren, nicht äußern, sich nicht bemerkbar machen. Viele der Ärzte und Schwestern sehen sie eigentlich schon als tot an und so gehen sie zum Teil auch mit ihr um. Sie fügen ihr unsagbare Schmerzen zu und sie kann sich nicht wehren. Grausam! Aber, natürlich gibt es auch viele andere, die sich sehr gut und herzlich um sie kümmern. Vor allem die Familie gibt ihr die Kraft sich ins Leben zurück zu kämpfen.

Mich hat stark beeindruckt, mit welcher Kraft sich Angele dafür eingesetzt hat, sich ihr Leben zurück zu erobern, obwohl die Ärzte sie schon aufgegeben hatten. Ich weiß nicht, wieviele Menschen diese Kraft hätten und nicht vorher verrückt geworden wären. Das Problem ist wahrscheinlich, dass man einfach keine Wahl hat. Dadurch, dass sie sich nicht äußern kann, muss sie alles einfach über sich ergehen lassen. Ein ums andere Mal habe ich mich gefragt, wie lange man das wohl aushalten kann… Tage? Wochen? Jahre? Aber auch hier geht es nicht ums aushalten können, sondern müssen, denn sie hatte ja keine Chance sich bemerkbar zu machen.

Dieses Buch führt sehr eindringlich vor Augen, dass das Leben von einer Sekunde auf die andere (vorübergehend) zu ende sein kann. Außerdem zeigt es, dass wir noch lange nicht so weit sind, wirklich ermessen zu können, was im Körper vor sich geht, wenn jemand im Koma liegt.

Von mir gibt es 5 Federn für ein erschreckendes, aber auch gleichzeitig mutmachendes Buch.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2014, Rezension
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