[Buchbesprechung] Ein ganzes Ja – Luisa Sturm

Sturm_ein_ganzes_jaTitel: Ein ganzes Ja

Autorin: Luisa Sturm

Erscheinungsjahr: 2014

Seiten: 390

 

 

Klappentext:
Die erste große Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Becca. Sie und Erik waren bereits als Teenager völlig verrückt nacheinander. Nach Jahren der Trennung steht Erik plötzlich vor Beccas Tür. Der Mann mit der kleinen waagrechten Narbe auf der Nase. Der Mann, der beruflich Jets fliegt. Becca hasst und vermisst ihn, aus tiefstem Herzen. Die Verletzung beider sitzt immer noch tief. Hatte sie richtig entschieden seinen Antrag abzulehnen? Becca träumte von einer Liebe ohne festen Fahrplan und ohne Eifersucht. Aber kann es eine große Liebe mit Freiheit überhaupt geben?

Meine Meinung:
Es tut mir total leid, aber ich kann für das Buch nur 2 Federn vergeben. Der Klappentext liest sich total vielversprechend und das Cover ist wunderschön. Ich wollte das Buch unbedingt lesen. Leider folgte bei mir aber dann auch schnell die Ernüchterung.

Becca ist zu Beginn des Buches 15 Jahre alt, am Ende um die 30. Zuerst konnte ich ihre Gedanken und Handlungen noch ganz gut nachvollziehen. Sie ist 15 Jahre alt, zum ersten Mal verknallt und das auch noch in einen Typen, den jede haben will und der 2 Jahre älter ist. 15jährige Mädchen dürfen definitiv so naiv sein, wie Becca es hier war. Leider machte sie über die nächsten 15 Jahre ihres Lebens aber kaum eine Entwicklung durch. Immer wenn Erik wieder vor ihrer Tür stand verwandelte sie sich sofort in einen schmachtenden Teenager. Warum lässt sie immer wieder und wieder zu, dass Erik ihr das alles antut? Ich konnte es nicht so richtig nachvollziehen. Und damit kommen wir auch schon zu Erik.

Erik ist, sorry, dass ich das so offen sage, ein fürchterlicher Idiot (eigentlich würde ich einen anderen Ausdruck verwenden, aber den sagt man nicht und schreibt man schon gar nicht). Er bevormundet Becca, er ist eifersüchtig ohne Ende. Er setzt sie immer und immer wieder psychisch unter Druck. Er ist einfach nur ein ganz schrecklicher Mensch. Und das war auch ein bisschen mein Problem. Da ich Erik einfach so widerlich fand, konnte ich stellenweise nicht nachvollziehen, was Becca eigentlich an ihm findet. Sie hätte ihn definitiv mehr als ein Mal in den Wind schießen müssen, so wie er mit ihr umging. Es fällt mir schwer, Mitgefühl mit Menschen wie Becca zu entwickeln, die so dermaßen naiv sind, dass es fast schon weh tut.

Der einzige wirklich sympathische Charakter war Paul. Warmherzig, ein Traummann. Er taucht immer mal wieder in Beccas Leben auf und immer wenn er auftauchte, dann ging mir das Herz auf. Wie schön, dass es auch Menschen wie Paul gibt, die einfach ehrlich, liebend und nicht besitzergreifend sind. Das totale Gegenteil zu Erik. Paul schaffte es, die Geschichte für mich noch ein bisschen herum zu reißen.

Die Geschichte an sich fand ich über weite Strecken sehr langatmig. Es passiert nicht wirklich viel Spannendes. Becca lebt halt ihr Leben. Nachdem sie Erik (endlich) los ist, studiert sie zu ende und führt ein relativ normales Leben. Leider reicht ein normales Leben aber nicht aus, um mich als Leserin zu begeistern. Ein normales Leben führe ich schon selber. Ich habe mich dabei erwischt, dass ich immer wieder Seiten nur quer gelesen habe, da mich die Geschichte nicht mehr fesseln konnte.

Leider konnte mich „Ein ganzes Ja“ nicht begeistern, aber da fast 100 – 5 Sterne Bewertungen bei Amazon für sich sprechen, würde ich sagen: Lest dieses Buch einfach und bildet euch selbst eine Meinung.

Gepostet in 2 Federn, Gelesen 2015, Rezension
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