[Buchbesprechung] Down under – Sandy und Gina Rau

Rau_Down_underTitel: Down under – Eine Reise durch Australien

Autoren: Sandy und Gina Rau

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsjahr: 2011

Seiten: 235

 

Klappentext:
Die 19-jährigen Zwillinge Sandy und Gina wollen Abenteuer! Und wie erlebt man die am besten? Indem man ein Jahr lang als Backpacker durch Australien reist. Und so machen sich die beiden auf, eine andere Welt zu erkunden und viele interessante und seltsame Menschen kennenzulernen. Sie sehen wunderschöne Städte, machen Jobs von Rindertreiben über Kirschenpflücken bis Putzen, verlieren Kreditkarten, verlieben sich und fühlen sich frei, wohnen in idyllischen und abgeranzten Hostels und erleben eine unvergessliche Zeit.

Meine Meinung:
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Man erfährt sehr viel über Land und Leute und der Schreibstil ist so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte dabei zu sein.

Warum also nur 4 Federn? Schwierig zu erklären. Je länger ich das Buch las, desto mehr hatte ich das Gefühl von Unwirklichkeit. Zwei 19jährige Mädchen reisen nach Australien und wirken einfach zu erwachsen. Ich will ihnen gar nicht absprechen so erwachsen auch zu sein, aber es wirkte einfach nicht richtig. Sie machen sich sehr viele Gedanken um das Leben der Ureinwohner, um die Natur, um die Tiere. Sie scheinen sehr „Eins“ mit der Natur zu sein und reflektieren immer wieder über die Weite des Landes und die Großartigkeit der Natur, die uns Menschen vor Augen führt, wie klein wir eigentlich sind. Sie verhalten sich immer richtig und irgendwie wirkt das alles zusammen manchmal und vor allem, je länger ich las, unglaubwürdig. Menschen machen nun einmal Fehler und so viel Perfektion ist unheimlich…

Im Nachhinein habe ich gelesen, dass das Buch vom Vater der beiden Zwillinge geschrieben wurde. Für mich machte dies diesen ganzen Bericht leider noch unglaubwürdiger. Sicher haben die Mädchen erzählt, was sie dachten und wie sie fühlten, aber dies von einem Dritten aufgeschrieben verfälscht dann sicher doch das eine oder andere.

Auch erfährt man wenig über das Leben als Backpacker. Anscheinend mussten Gina und Sandy nur zwei Jobs annehmen und haben ansonsten in diesem ganzen Jahr nicht gearbeitet. Da hätte ich doch gerne mehr drüber erfahren, auch wie man immer wieder an die Jobs kommt. Vor allem, da es als „Muss“ für alle Backpacker und die die es werden wollen angepriesen wurde hätte ich da einfach mehr an Infos erwartet.

Ich weiß, das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, soll es aber gar nicht sein. Ich sehe das Buch als nette Geschichte über zwei Mädchen in Australien und so kann man es wunderbar lesen. Es ist amüsant, es regt zum nachdenken an, es ist wirklich wundervoll geschrieben.

Aus diesem Grund von mir 4 Federn.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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2 Kommentare zu [Buchbesprechung] Down under – Sandy und Gina Rau

  1. Ich denke ich hätte mir auch Infos übers Backpacken gewünscht, denn das Thema finde ich sehr interessant. So negativ klingt deine Rezensione gar nicht.

    Liebe Grüße
    Vanessa

    • Geht so… irgendwie las ich sie nochmal durch und dachte: Hm… hört sich an, als ob das nur 2 Federn wären, aber das Buch ist wirklich 4 Federn wert.

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