[Buchbesprechung] Die kleine Insel am Ende der Welt – Richard Mackenrodt

Mackenrodt_die-kleine-insel-am-Ende-der-WeltTitel: Die kleine Insel am Ende der Welt

Autor: Richard Mackenrodt

Verlag: Edition Takuba

Erscheinungsjahr: 2015

Seiten: 272

 

Klappentext:
Eine Sommerhochzeit auf einer bezaubernden sizilianischen Insel steht bevor. Lisa begibt sich auf die Reise dorthin, denn die Braut ist ihre allerbeste Freundin. Ja, das könnte schön werden. Richtig schön sogar, ein rauschendes Fest der Liebe unter mediterranem Himmel, beseelt von überschäumender sizilianischer Lebensart… Wenn es da nicht etwas gäbe, das Lisa schon seit einer ganzen Weile mit sich herum schleppt. Etwas, das in ihr gärt. Das sie quält. Eine höchst unschöne Wahrheit, die sie endlich loswerden will. Loswerden muss. Aber kann sie das denn wirklich tun? Darf sie das? Hat sie das Recht dazu? Lisa ringt mit sich wie nie zuvor in ihrem Leben. Und noch ahnt sie nicht, dass die Ereignisse sich bald überschlagen werden. Dass Dinge geschehen werden, die ihre schlimmsten Fantasien noch bei weitem übertrumpfen.

Meine Meinung:
Das Cover und der Titel versprechen ein romantisches Sommermärchen. Der Klappentext bereitet den Leser aber bereits darauf vor, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Denn, dass ist es wahrlich nicht in diesem Buch. Wir bekommen einen Krimi, der zum Nachdenken anregt. Zum Nachdenken darüber, wieviel Ehrlichkeit in einigen Situationen angebracht ist und darüber, wie man selbst sein Leben eigentlich verbringen möchte.

Lisa und Philip sind die Hauptpersonen dieses Buches. Lisa fand ich von Anfang an sympathisch, auch wenn sie ein Geheimnis mit sich herum trägt, bei dem sich mir die Nackenhaare hochgestellt haben. Sie hat etwas getan, was ich zutiefst verurteile. Lisa hat einen sympathischen Spleen, der ab und zu durchschlägt und dann durch eine andere Schrift, die immer größer wird, gekennzeichnet ist. Ich fand die Idee zuerst ein bisschen merkwürdig, aber irgendwie konnte mich diese Einschübe später doch fesseln, denn sie wirkten dynamisch.

Philip ist für den Leser zunächst ein bisschen undurchschaubar. Er wirkt wie ein Nerd, der zwar ein großes Imperium befehligt, aber ansonsten völlig lebensunfähig ist. Später stellt sich heraus, dass er das nicht unbedingt wirklich ist. Er schafft es ein ums andere Mal, die verfahrenen Situationen, in die Lisa, ihr Mitreisender Torsten und er geraten, zu retten. Irgendwie fing ich nach und nach an Philip zu mögen, so dass ich mir am Ende sehr wünsche, dass er glücklich wird.

Die Geschichte an sich ist spannend erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und nicht schwierig zu verstehen. Der Autor legt eine schöne Mischung aus Spannung, Chaos und Humor vor, durch die man als Leser immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird. Was mich beeindruckt hat ist, dass ich trotz der chaotischen Verhältnisse auf der Reise keinerlei Unlogik entdeckt habe. Dafür gibt es einen Daumen hoch.

Von mir gibt es 5 Federn und eine Leseempfehlung.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2015, Rezension
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