[Buchbesprechung] Die Bestimmung (Tödliche Wahrheit) – Veronica Roth

Titel: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (Band 2)

Autorin: Veronica Roth

Verlag: cbt

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 508

 

 

Klappentext:
In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden…

Meine Meinung:
Da es ja doch eine ganze Zeit (fast ein halbes Jahr) her war, dass ich Band 1 gelesen und rezensiert hatte, hatte ich am Anfang Probleme mich wieder in die Geschichte einzufinden. Nicht zu jedem Namen wusste ich sofort, wer die Person war. Irgendwie bestärkt mich das in dem Gedanken, mir Trilogien zukünftig erst nach Erscheinen aller drei Bände zu kaufen und dann nacheinander zu lesen. Ich hatte bis zum Ende manchmal Schwierigkeiten mich in der Geschichte zurecht zu finden, da die Autorin komplett auf erklärende Rückblenden verzichtet. Hier wäre meiner Ansicht manchmal doch ein erklärendes Wort gut gewesen.

Tris und Four haben zunächst Zuflucht bei den Amite gefunden. Die Fraktion der Amite wird folgendermaßen beschrieben:
Freundschaft und Harmonie geht den Mitgliedern dieser friedliebenden Fraktion über alles. Jede Form der Aggression ist ihnen zutiefst zuwider; in ihr sehen sie das Grundübel für den Zerfall einer Gesellschaft.
Quelle: Homepage zu „Die Bestimmung“
Schnell erfährt man aber, dass bei den friedliebenden Amite auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Veronica Roth schafft es, mich in diesem Buch in ein Wechselbad der Gefühle zu werfen was die Charaktere angeht. Die Geschichte wird aus Sicht von Tris erzählt und ich weiß nicht, wem ich trauen soll und kann. Mal vertraut man Caleb, dann Four, dann Christina. Nie kann man sich aber sicher sein, dass derjenige wirklich mit offenen Karten spielt. Dadurch werden die Figuren jedoch auch plastischer. Jede entwickelt sich weiter. Jede hat gute und schlechte Seiten.

Die Geschichte ist sehr rasant geschrieben. Sie entwickelt sich stetig vorwärts. Sie ist allerdings auch noch im einiges brutaler als der erste Band. Wem der also schon zu viel war, der sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.

Nicht so ganz kam ich damit zurecht, was die einzelnen Fraktionen nun eigentlich wollen. Wer steht auf wessen Seite, welche Fraktionen existieren noch so wie in Band 1, welche sind zerschlagen? Wie kann es in einer Welt, in der sich die Fraktionen gründeten, um Kriege zu vermeiden dazu kommen, dass eine Fraktion einen Krieg anzettelt. Was genau bezweckt diese Fraktion damit? Fragen über Fragen, die sich beim lesen dieses Buches nicht beantworten ließen. Meiner Ansicht nach sind hier Erklärungen aufgrund des Tempos ein wenig auf der Strecke geblieben.

Alles in allem handelt es sich um eine ansprechende Fortsetzung, die mich aber aufgrund vieler Fragezeichen in meinem Kopf bei weitem nicht so sehr begeistern konnte wie Band 1. Nun warte ich gespannt auf den 3. Band, da das doch sehr überraschende Ende neugierig auf mehr macht.

Von mir 3 Federn.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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