[Buchbesprechung] Der Legendenjäger – Shane Hegarty

Hegarty_Darkmouth_1Titel: Der Legendenjäger (Darkmouth; Band 1)

Autor: Shane Hegarty

Verlag: Oetinger

Erscheinungsjahr: 2015

Seiten: 366

Klappentext:
Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden „Legendenjägers“ von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur „Verseuchten Seite“ zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.

Meine Meinung:
Darkmouth, seine Geschichte und seine Bewohner werden sehr schön beschrieben. Ich hatte alles direkt vor meinem inneren Auge. Vor allem die Bewohner waren interessant geschildert. Auf der einen Seite konnte ich ihr Mißtrauen verstehen, auf der anderen Seite hätte ich mir für Finn und seinen Vater manches Mal mehr Verständnis gewünscht.

Finn ist mal ein ganz anderer Protagonist, als wir ihn sonst kennen. Er ist eher tolpatschig und möchte seiner Bestimmung eigentlich überhaupt nicht nachkommen. Ich muss gestehen, dass mich dieses „ich kann das nicht“ nach einiger Zeit ein bisschen anfing zu nerven. Irgendwie erwartet man ja doch, dass ein Protagonist ein bisschen mehr Mut und Initiative aufbringt. Zum Glück hat sich auch Finn irgendwann besonnen.

Plötzlich taucht Emmie in Finns Leben auf. Sie war mir am Anfang ziemlich suspekt, da sie sich viel zu stark für Finn interessierte. Sie wusste Dinge, die sie nicht wissen konnte und sie machte sie sich für mich verdächtig. Später allerdings wandelte sich meine Meinung über Emmie. In ihr steckt viel mehr, als es zunächst den Anschein hat.

Spannend waren die Einblicke, die der Autor uns auf die versuchte Seite gewährt. Es sind nicht viele, aber es reicht, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie die Legenden ihr Dasein fristen müssen. Dies wird uns vor allem am Beispiel des Hogboon Broonie erklärt. Ich hoffe sehr, dass wir in den weiteren Bänden noch bedeutend mehr von der verseuchten Seite und vor allem auch von Broonie erfahren werden.

Der Schreibstil ist flüssig. Die Sätze sind relativ kurz und gut verständlich. Auch nicht so geübte Leser sollten keinen großen Probleme mit dem Buch haben.

Das Cover finde ich übrigens genial. Sehr ansprechend, ein bisschen gruselig. Es macht richtig Lust darauf, das Buch in die Hand zu nehmen.

Von mir gibt es für diese spannende Geschichte, in der der Protagonist etwas mehr Initiative hätte ergreifen dürfen, 4 Federn.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2015, Rezension
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