[Buchbesprechung] Das Leben drehen – Nicole Walter

Titel: Das Leben drehen

Autorin: Nicole Walter

Verlag: Kaur Taschenbuch

Erscheinungsjahr: 2012

 

Klappentext:
„Ich bitte Sie um Ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben.“
Dieser Satz und die Begegnung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche Ärztin, nicht eben noch glücklich verheiratet? Mit Markus, ihrem Markus? Und wer ist diese bezaubernde Frau, die sich in ihr Leben gedrängt hat? Marlene, Ärztin aus Leidenschaft, fasst einen Entschluss. Sie wird nicht zulassen, dass Amelie stirbt, wird ihr helfen, die Krankheit zu besiegen. Doch da ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet von ihrer Rivalin mehr über das Leben lernen wird, als sie je vermutet hat. Und das, was Amelie in ihr bewegt, lässt sich nicht mehr zurückdrehen.

Zitat:
„Wenn Menschen schweigen, hört man oft mehr, als wenn sie reden.“
Seite 94

Meine Meinung:
Ein Buch, welches mich bereits von Anfang an sehr nachdenklich gemacht hat.Es steckt soviel Wahres in diesem Buch. Immer wieder wird der Leser dazu veranlasst über sich selber und das Leben im allgemeinen nachzudenken. Bereits auf S. 40/41 habe ich mich das erste Mal ganz furchtbar geschämt. Wegen des Dialogs, den Marlene mit der Frau vor dem Hutladen führt. Wer von uns hat nicht schon mal ähnliches gedacht? Natürlich sagen wir es als wohlerzogene Menschen nicht, aber der Gedanke schießt uns doch öfter durch den Kopf. Welches Recht haben wir eigentlich über andere zu urteilen? Keines! Da gibt einem das Buch gleich eine Lernaufgabe mit auf den Weg.

Zunächst sind mir alle drei Hauptpersonen, Marlene, Amelie und Markus unsympathisch, dies änderte sich aber zum Teil im Laufe des Buches.

Marlene, weil sie oft anscheinend ein Herz aus Stein hat und sich unmöglich benimmt. Was gibt ihr das Recht dazu? Dann wieder tut sie Dinge (das, was sie für Frau Meissner tut) oder sagt Sachen (zu dem alten Mann/ S. 76), die sie absolut sympathisch und menschlich machen. Marlene ist die Figur, die mich von einer Gefühlswelle in die nächste geworfen hat und die ich einfach nicht richtig einschätzen konnte. Je länger ich das Buch las, desto mehr fing sie an mich zu rühren und ich bekam erst Mitleid mit ihr und dann begann ich sie zu mögen.

Markus ist ein Feigling erster Klasse. Möglichst keine Verantwortung übernehmen. Aber er spiegelt, wie viele Menschen in unserer Gesellschaft sind. Geht es uns gut, dann stehen wir zusammen. Erst in der Not merkt man, wer die wahren Freunde sind.

Amelie ist eigentlich von Vielem her, was sie sagt sehr weise und sehr anrührend. Aber immerhin hatte sie eine Affäre mit Marlenes Mann. Das hat mich erstmal gegen sie eingenommen. Aber Amelie ist der Charakter, der die Weisheit in dieses Buch bringt. Sie hat vielen Menschen etwas voraus. Sie weiß, wer sie ist, wo sie im Leben steht und geht ihren Weg ohne sich beirren zu lassen. Sie ist mutig auch Dinge zu tun, bei denen die anderen Menschen über sie lachen, einfach weil sie sie tun will. WOW!

Mein Fazit:
Ein Buch voller Weisheit und Liebe über die schönen und die schwierigen Seiten des Lebens. Das Buch gab mir jede Menge Denkanstöße und macht mir sehr deutlich klar, dass man das Leben im jetzt leben muss. Außerdem ist es seit langem mal wieder ein Buch, welches mich zum weinen gebracht hat.
Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen und vergebe (seltene) 5 Federn.

Herzlichen Dank an die Verlagsgruppe Droemer Knaur für das Exemplar im Rahmen der Testleseraktion.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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