[Buchbesprechung] Das kleine Inselhotel – Sandra Lüpkes

Lüpkes_das_kleine_inselhotelTitel: Das kleine Inselhotel

Autorin: Sandra Lüpkes

Verlag: Rowohlt

Erscheinungsjahr: 2014

Seiten: 312

 

Klappentext:
„Das Haus des Leuchtturmwärters, eine Oase der Ruhe und des Friedens.“

So preist der Makler das verwunschene Backsteinhäuschen in den Dünen an. Und Ruhe ist genau das, wovon Jannike träumt. Nach einem handfesten Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch weg aus Köln – und von ihrem Ex Clemens. Kurzerhand kauft sie das Haus, mit dem Plan, auf der idyllischen Nordseeinsel ein kleines Hotel zu eröffnen. Das Häuschen erweist sich allerdings als renovierungsbedürftig, und von den Insulanern wird Jannike skeptisch beäugt: Wie lang wird die Frau vom Festland wohl durchhalten? Als dann auch noch Clemens mit dem gesamten Filmteam bei ihr vor der Tür steht, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat…

Meine Meinung:
Ich habe lange nicht mehr so einen tollen Frauenroman gelesen!

Sandra Lüpkes hat es sofort, vom ersten Wort an, geschafft mich in die Geschichte zu ziehen und mir die Figuren ausnahmslos alle ans Herz zu schreiben. Ich habe sie alle vor mir gesehen. Die sturen Norddeutschen, die aufgekratzte Filmcrew, Jannike, Danni, Matteusz, den Bürgermeister, einfach jeden.

Jannike gefiel mir gleich besonders gut. Sie stürzt sich mit Feuereifer in ihr neues Projekt und traut sich, auch gegenüber den sturen Insulanern den Mund auf zu machen. Sie ist sich aber auch nicht zu fein, nach der Sitzung mit eben jenen in die Schaluppe zu gehen und einen zu trinken.

Auch Grieske fand ich wirklich gut. er gibt der Geschichte neben Clemens die notwendige Würze und Spannung. Herrlich, wie Grieske zusammen mit Danni…. (lest es selbst 😉 )
Die Geschichte um Knud Böhmer hingegen fand ich fast ein bisschen zu kurz gekommen. Sie war zunächst recht undurchschaubar und am Ende ging es mir dann doch alles ein bisschen zu holterdipolter.

Die Insulaner… Die sturen Norddeutschen… ja, hier wurde natürlich mit Klischees gespielt. Aber, wenn man ganz ehrlich, ich gehöre ja zu ihnen, und manchmal sind wir so. Erstmal zurückhaltend, genau musternd und abwartend, aber dann, wenn wir jemanden näher kennen herzlich und zusammenhaltend. Sie singen natürlich den Hamborger Veermaster und Wo de Nordseewellen 😉 Aber… ich finde, dass die Klischees gar nicht so sehr übertrieben sind.

Ganz besonders herrlich sind auch die Begebenheiten mit dem Kaninchen. Ich habe herzlich gelacht und zum Ende war ich doch auch ein bisschen gerührt.

Wunderschön sind die kleinen Briefe, Postkarten und Zeichnungen jeweils am Kapitelanfang. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass auch dies mir das Buch noch zusätzlich versüßt hat, weil ich das einfach so toll fand.

Eigentlich ist diese Geschichte in sich abgeschlossen, aber man könnte durchaus auch noch eine Fortsetzung schrieben. Wie geht es mit Matteusz weiter, wie mit Mira, ihrem Vater und ihrer Tochter? Das kleine Inselhotel und der Leuchtturm sind, denke ich, durchaus auch noch für die eine oder andere Geschichte gut. Vielleicht habe ich ja Glück, und Sandra Lüpkes greift den Faden nochmal wieder auf und ich darf noch mehr über die liebenswerten Inselbewohner erfahren.

Von mir gibt es 5 Federn mit großem Sternchen und eine unbedingte Leseempfehlung. Ich war lange nicht mehr so begeistert von einem Buch. Ich habe mir gleich eines der älteren Bücher von Sandra Lüpkes bestellt.

Gepostet in 5 Federn, Gelesen 2014, Rezension
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