[Buchbesprechung] Danach – Koethi Zan

Zan_DanachTitel: Danach

Autorin: Koethi Zan

Verlag: Scherz Verlag (Fischer Verlage)

Seiten: 444

 

Klappentext:
»In den ersten zweiunddreißig Monaten und elf Tagen unserer Gefangenschaft waren wir dort unten zu viert. Und dann nur noch drei. Es war still im Keller, und wir fragten uns, wer wohl als Nächstes dran sein würde.«

Sarah Farber hat überlebt. Drei lange, grausame Jahre in einem Kellerverlies. Zehn Jahre ist das her, aber Sarah kann nicht vergessen – die Dunkelheit, die Kälte, die Verzweiflung, die Panik. Und sie weiß noch immer nicht, was damals mit ihrer besten Freundin Jennifer geschehen ist. Jetzt kann sie nicht länger vor ihrer Vergangenheit davonlaufen. Ihr Peiniger soll auf Bewährung freikommen, und sie ist die Einzige, die das verhindern kann. Aber nur, wenn sie sich dem Schlimmsten stellt, das sie sich vorstellen kann: der Wahrheit.

Meine Meinung:
Ich hatte mit dem Buch so meine Einstiegsschwierigkeiten. Zuerst konnte ich mich zwischen den Personen nicht so recht zurechtfinden. Sie wirkten auf mich alle abweisend. Abweisend gegenüber ihren Mitmenschen, aber auch abweisend gegenüber dem Leser. Nach ca. der Hälfte des Buches gelang es Koethi Zan dann aber endlich mich in den Bann der Geschichte zu ziehen.

Koethi Zan benutzt eine einfache Sprache, die dem Leser keine großen Mühen abverlangt. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass sie ihren Figuren die Schrecken, die sie eigentlich heraufbeschwören möchte, doch nicht so zumuten mag. Über die Grausamkeiten, die die drei Frauen durchlitten haben erfährt der Leser nur in Ansätzen. Hier wäre bei einem Thriller durchaus mehr rauszuholen gewesen. Auch über das Zusammenleben der Frauen im Keller erfährt man wenig. Gut, nun heißt das Buch ja auch „Danach“, denn es beginnt dort, wo andere Thriller enden. Nach der Gefangenschaft und Folter der Frauen. Die Unsicherheiten, die Ängste, die Zerrissenheit von Sarah, Tracy und Christine hat die Autorin gut darstellen können. Auch Adele war wirklich gut in die Geschichte eingebunden. Bei ihr war ich mir sehr lange unsicher, zu welcher Seite sie gehört. Das mag ich sehr, wenn man nicht sofort weiß, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.

Die Geschichte um Noah Philben kam für mich etwas zu kurz. Auch bei dieser Figur hätte man sicher mehr herausholen können. Wenn man es genau nimmt hätte dem Buch auch nichts gefehlt wenn es Noah nicht gegeben hätte. Er war einfach sehr austauschbar.

Die Figuren blieben leider bis fast zum Ende des Buches abweisend. Erst auf den letzten ca. 100 Seiten öffneten sie sich dem Leser. Für ein Buch mit knapp 450 Seiten kam das etwas spät. Dafür wurde es dann aberzZum Ende hin nochmal sehr spannend. Es überschlagen sich die Ereignisse förmlich und die Autorin wartet mit einer Überraschung auf, mit der ich so nicht gerechnet habe. Sie schaffte es hier mich nochmal sehr zu verblüffen und erneut in den Bann der Ereignisse zu ziehen. Die Auflösung der Geschichte ging dann allerdings fast etwas schnell von statten. Auch hier hätte man mit noch ein paar Seiten mehr noch etwas mehr herausholen können.

Ein solider Debutromen, der von mir gute 3 Federn erhält.

Gepostet in 3 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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