[Buchbesprechung] Bis wir uns wiedersehen – Dinah Jefferies

1_4_3_8_5_0_8_978-3-7857-6097-0-Jefferies-Bis-wir-uns-wiedersehen-orgTitel: Bis wir uns wiedersehen

Autorin: Dinah Jefferies

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsjahr: 2013

Seiten: 430

 

 

Klappentext:
Malaysia in den 50er Jahren. Als Lydia von einem Ausflug zurückkehrt, sind ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Ehemann ohne Nachricht verschwunden. Schließlich erfährt sie, dass ihr Mann einen Posten im Norden des Landes angenommen haben soll, und begibt sich auf eine gefährliche Reise über die von Unruhen erschütterte malaiische Halbinsel. Währenddessen versuchen Emma und Fleur, sich in ihrer neuen Heimat England einzuleben. Ihr Vater hat keine Antwort auf die Frage, ob sie ihre Mutter jemals wiedersehen …

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mir zufällig in der Bibliothek an Bord der MS Trollfjord in die Hände gefallen. Ich habe es genommen, da es für Malaysia in die „Rund um den Globus“-Challenge passt. Es hat mir sehr gefallen.

Auf der einen Seite wird die Geschichte von Emma, als Ich-Erzählerin, erzählt. Diese Geschichte spielt überwiegend in England. Emma ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie macht schwere Zeiten durch, ist aber trotzdem ein aufgewecktes junges Mädchen. Ich konnte sie gut verstehen, dass sie ihrem Vater nicht immer gehorcht. Sie hat es wirklich schwer.

Auf der anderen Seite begleiten wir Lydia auf der Suche nach ihren Mädchen in Malaysia. Hier erzählt ein allwissender Erzähler. Lydia ging mir zwischendurch ein bisschen auf die Nerven, da sie oft weinte, weil sie sich alleine durchschlagen musste. Ich habe mich dann aber immer wieder ermahnt, daran zu denken, dass das Buch nicht in der heutigen Zeit spielt. Sie scheint mir eine typische Frau ihrer Zeit zu sein, die sich eher auf den Ehemann verlässt, als dass sie selbst etwas regeln muss. Dafür war sie dann doch wieder erstaunlich zupackend.

Der Schreibstil von Dinah Jefferies hat mir super gefallen. Ich habe Lydia direkt im malaiischen Dschungel stehen sehen. Ich konnte mir alles wunderbar vorstellen und habe die ganze Geschichte über sowohl mit Lydia, als auch mit Emma mitgefiebert. Spannung kam definitiv auf. Für 5 Federn fehlte allerdings irgendwie noch das letzte Fünkchen an Emotionen, die nicht ganz zu mir transportiert wurden. Die Geschichte ist extrem traurig, für beide Seiten der Familie, Emma und Lydia, aber eben diese Traurigkeit kam nicht bis zum Letzten bei mir an. Hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Autorin es irgendwie schafft, mich noch mehr zu berühren.

Dinah Jefferies greift viele Fakten der damaligen Zeit auf. Die Kriege in Malaysia, das Lebe der Engländer dort, die sich für die Herren der Welt halten und die Einheimischen in Lager zusammenpferchen. Das Standesdünkel, welches bei den Engländern vorherrscht wird sehr schön daran deutlich, wie sie Lydia im Stich lassen, als es um Maznan geht.

Von mir bekommt dieser packende Roman, der in der Hauptsache die Geschichte von Lydia und Emma erzählt, 4 Federn.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2013, Rezension
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