[Buchbesprechung] Ausgelöscht – Cody McFadyen

Titel: Ausgelöscht

Autor: Cody McFadyen

Verlag: Weltbild

Erscheinungsjahr: 2010

 

 

Klappentext:
Ein harter Fall für Smoky Barrett: Eine Frau, die seit sieben Jahren vermisst wird, bricht vor ihren Augen zusammen. Doch sie ist nur noch eine leblose Hülle. Jemand hat ihr Stahlnadeln ins Gehirn getrieben und ihre Nervenbahnen zerstört. Und sie wird nicht das letzte Opfer sein.

Meine Meinung:
Ich finde leider, dass die Bücher um die Agentin Smoky Barrett nicht besser werden, sondern schlechter. Nachdem ich von den ersten beiden Bänden begeistert war bin ich nun von Band 4, genau wie ich es von Band 3 war, eher enttäuscht. Auch hier verfolgt Cody McFadyen eher das subtile Grauen, als blutige Gewalt. An sich nicht schlecht, aber die langen Passagen in den Internetforen haben mich ehrlich gesagt eher gelangweilt als gefesselt, so dass ich immer wieder bemerkt habe, dass ich diese nur noch quer gelesen habe.

Interessant war, dass man in diesem Buch erstmals die Geschichte auch aus Sicht des Serienkillers gehört hat. Es gab immer wieder Rückblenden, in denen er aus seiner Kindheit erzählt hat.

Smoky, eigentlich eine sympathische Protagonistin, geht mir in diesem Band immer wieder gehörig auf den Geist. Smoky wird zunehmend merkwürdiger und handelt zum Teil völlig irrational. Sie belügt ihr Team und unternimmt Alleingänge. Das mag auf das zurückzuführen zu sein, was sie durchgemacht hat, erscheint mir für eine Top-Ermittlerin des FBI aber dennoch nicht angemessen. Smoky bekommt in diesem Buch angeboten, aufgrund ihrer Erfolge eine neue Sondereinheit zu übernehmen. Aufgrund ihres Verhaltens würde ich sie allerdings eher vom Dienst suspendieren. Irgendwie passt das für mich alles nicht zusammen.

Auch das Zusammenspiel des Teams, welches mir in den vorhergehenden Büchern sehr gut gefallen hat, kommt in diesem Band sehr kurz. Es wird relativ wenig über die gemeinsame Ermittlungsarbeit erzählt. Callie mit ihren frechen Sprüchen kommt nur selten zu Wort und hat mir sehr gefehlt, um die Stimmung zwischendurch wieder etwas aufzulockern. Auch von den Angehörigen der Ermittler wird diesmal nicht viel erzählt. Alans Frau kommt, nachdem sie in den vorherigen Bänden eine recht große Rolle gespielt hat und ich mir gewünscht hätte zu erfahren, wie es ihr mit ihrer überstandenen Krebserkrankung geht, leider gar nicht vor. Tommy und Bonnie spielen eher am Rande eine Rolle. Gerade aus der Rolle Tommys hätte man bei diesem Band wesentlich mehr herausholen können.

Alles in allem kann ich gar nicht so viel zu diesem Buch sagen, da es mich einfach nicht fesseln konnte und mir relativ wenig Details im Gedächtnis geblieben sind. Ich glaube, dass die Geschichte mich nur bis zum Ende halten konnte, da mir die Personen aus den vorhergehenden Bänden bereits ans Herz gewachsen waren. Hätte ich diesen Band einzeln stehend gelesen hätte ich vielleicht abgebrochen. So aber wollte ich natürlich wissen wie die Geschichte um Smoky und ihr Team ausgeht.

Auch bei diesem Buch gibt es einen logischen Fehler zwischen Klappentext und Inhalt. Laut Klappentext wurde an der Frau, die aus dem Auto geworfen wird, eine Lobotomie durchgeführt, so dass sie nicht über das reden kann, was ihr passiert ist. Dies stimmt nicht. Heather ist zwar verwirrt und psychisch am Ende, aber es wurde keine Lobotomie durchgeführt. Sie kann mir Smoky reden. Erst die folgenden Opfer werden dieses Schicksal erleiden.

Gepostet in 2 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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