[Buchbesprechung] Aufbruch – Dan Wells

Wells_Partials_1Titel: Aufbruch (Partials; Band 1)

Autor: Dan Wells

Verlag: ivi (Piper Verlag)

Erscheinungsjahr: 2012

Seiten: 506

 

Klappentext:
Die letzten Menschen haben sich nach einer verheerenden Katastrophe nach Long Island, vor die Tore Manhattans, zurückgezogen. Die Partials, übermächtige Krieger, die einst von den Menschen erschaffen wurden und sich dann gegen sie wendeten, bedrohen die Überlebenden. Und eine unheilbare Seuche fordert ihre Opfer. Die sechzehnjährige Kira setzt alles daran, einen Weg zu finden, die Krankheit zu heilen. Doch dieser Weg führt sie nach Manhattan, mitten in das Gebiet der unheimlichen Partials. Und was sie dort entdeckt, wird nicht nur ihr eigenes, sondern das Schicksal aller Geschöpfe auf unserem Planeten verändern …

Meine Meinung:
Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch auf der Leipziger Buchmesse. Dan Wells las so spannend aus seinem zweiten Band der Trilogie, dass ich nicht widerstehen konnte und mir den ersten Band gekauft habe. Nun lag das Buch, wie es leider so oft ist, einige Zeit ungelesen im Regal, aber ich bin froh, dass ich es mir vor einigen Tagen gegriffen habe. Ich bin wirklich begeistert.

Dan Wells lässt seine Dystopie in einer Welt spielen, die der unseren sehr ähnlich ist. Nach dem Zusammenbruch sind zwar viele unserer heutigen Dinge nicht mehr nutzbar, aber sie kommen vor. Durch diesen Aufbau fiel es mir sehr leicht mich in der Welt zurecht zu finden.

Kira ist eine mutige junge Frau, eigentlich noch ein Mädchen, die für ihre Überzeugungen einsteht. Sie beißt die Zähne zusammen und kämpft sich durch. Als der Krieg ausbrach war sie noch ein Kleinkind und nun ist sie ein junges Mädchen von gerade einmal 16 Jahren. Dennoch erschien sie mir weitaus weiser als die meisten Senatoren und Senatorinnen. Ein ums andere Mal musste ich mich mit der Frage auseinander setzen: Was bringt es, wenn man die Gegenwart schützt, wenn diese Gegenwart keine Zukunft hat? Ein spannendes Thema, über das sich viel nachdenken lässt.

Immer wieder war ich hin und her gerissen zwischen Freund und Feind. Wem kann Kira trauen, wer verfolgt welche eigenen Pläne? Was ist Richtig? Hoffen und für eine bessere Welt kämpfen oder sich mit der Welt, wie sie jetzt ist, arrangieren? Dan Wells versteht es hier sehr gut mit den Gefühlen des Lesers zu spielen.

Irgendetwas hat der Schreibstil an sich, das ich nicht genau benennen kann. Die actionreichen Szenen sind eigentlich gar nicht so actionreich, wenn man es genau betrachtet. Manchmal fehlte mir hier ein bisschen Spannung, fast zu schnell lösten sich die Situationen wieder auf die eine oder andere Weise auf. Aber irgendwie habe ich dennoch atemlos verfolgt, wie es Kira, Jayden, Samm und den anderen ergeht.

Was mir gut gefallen hat ist, dass Dan Wells auch nicht davor zurückschreckt SPOILER zum lesen markieren lieb gewonnene Personen sterben zu lassen. Es ist eben nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen… Die Welt befindet sich im Krieg.

Band 2 habe ich eben bestellt und kann ihn morgen im Buchladen abholen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Ein spannender Auftakt einer Trilogie, die mich fesseln konnte und deren erster Band Lust auf mehr macht. Von mir gibt es 4 Federn.

Gepostet in 4 Federn, Gelesen 2014, Rezension
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