[Buchbesprechung] 0.4 Eine perfekte neue Welt – Mike Lancaster

Titel: 0.4 – Eine perfekte neue Welt

Autor: Mike Lancaster

Verlag: Oetinger

Erscheinungsjahr: 2011

 

 

Klappentext:
„Wenn ihr gegen alle Wahrscheinlichkeit irgendwann diese Kassetten finden solltet, dann spielt sie ab, hört meine Stimme, ich bitte euch. Damit ihr wisst, dass es uns gegeben hat, dass es uns gibt und dass wir euch alle vermissen.“

Ein einziger Moment, eine einzige Entscheidung, können manchmal das ganze Leben verändern. Als der fünfzehnjährige Kyle Straker sich als Freiwilliger für eine Hypnosevorführung meldet, ahnt er nicht, dass er damit sein Schicksal besiegelt. Denn als Kyle aus seiner Trance erwacht, erwartet ihn ein unglaublicher Anblick: Alle anderen Einwohner seiner Stadt, seine Familie und Freunde sind reglos eingefroren. Kein Blinzeln, kein Beben der Nasenflügel – nichts und niemand bewegt sich mehr. Als die Menschen endlich erwachen, wird alles nur noch schlimmer. Für Kyle beginnt ein wahrer Albtraum: Alle um ihn herum sind wie ausgewechselt und er fühlt sich zunehmend bedroht. Zwar ist er angeblich in einer perfekten neuen Welt erwacht. Doch wie perfekt ist eine Welt, in der er nicht sein darf, wer er ist?

Meine Meinung:
Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen.

Die Idee, dass die Menschheit ein Update erhält und nur einige wenige in der alten Softwareversion hängen bleiben ist genial. Kyle, der Erzähler, hat in einer Zukunft alte Kassetten besprochen, um denen, die diese Kassetten irgendwann finden, seine Geschichte zu erzählen. Nun hat anscheinend ein höher entwickeltes Wesen diese Kassetten gefunden und hört sich diese an. Vieles von dem, was Kyle erzählt ist in der Zukunft nicht mehr bekannt, so dass von dem Hörer immer wieder Zwischenbemerkungen gestreut werden, um die eine oder andere Begrifflichkeit zu erklären oder um Pausen, die Kyle beim erzählen macht zu erforschen. Es wirkt, wie eine wissenschaftliche Abhandlung über die Kassetten. Die Idee finde ich wirklich gut.

Die Umsetzung erfolgt in meinen Augen aber zu schnell. Das Buch hat 272 Seiten in einer sehr großen Schrift geschrieben und mit großen Absätzen. Sehr geradlinig gelangen (deswegen) die vier Hauptpersonen zur Lösung des Rätsels. Bis auf eine kurze Situation, in der ihr Leben von einer Art Virenprogramm bedroht ist, aus der sie aber sehr schnell herausgeholt werden, besteht keine Gefahr für ihr Leben. Der Autor hätte noch wesentlich mehr Schnörkel und Fallen einbauen können, um etwas Spannung aufkommen zu lassen.

Weiterhin hätte ich mir eine stärkere Auseinandersetzung damit gewünscht, wie es für die 0.4er sein wird, in einer Welt zu leben, in der sie nur noch von den wenigen vorhandenen anderen 0.4ern wahrgenommen werden, aber nicht mehr von den restlichen Menschen. Dies sollte eigentlich jeden in einen echten Konflikt stürzen.

Mich hat das Buch auf jeden Fall dazu gebracht, darüber nachzudenken, ob wir uns nicht viel zu sehr von unserer immer technischer werdenden Welt abhängig machen. Und das freiwillig…

Mein Fazit:
Eine gute Idee, die aber noch gut 100 Seiten mehr hätte vertragen können, um sich etwas langsamer, ausführlicher und mit mehr Fallstricken für die 0.4er zu entwickeln.

Gepostet in 2 Federn, Gelesen 2012, Rezension
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Ein Kommentar zu [Buchbesprechung] 0.4 Eine perfekte neue Welt – Mike Lancaster

  1. Evy sagt:

    ABer die story klingt gut…

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